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Sehenswertes in Ortenberg


Ortenberg, Pfarrdorf und Schloss vom Amtsorte Offenburg 3/4 St. südöstlich entfernt, hat in 159 Familien und 150 Häusern 8 evangelische und 973 katholische, mit den dazugehörigen Parzellen 1328 Einwohner, liegt am Eingange des Kinzigthales; seine nicht unbemittelten Einwohner leben von Feldbau und Viehzucht, pflanzen vortrefflichen Wein, und haben vier Weinwirthschaften. Merkwürdig ist hier besonders das Schloß, das dem Herrn von Bertholz gehört, und in neuester Zeit nach dem Plane des Professors Eisenlohr in mittelalterlichem Styl wieder neu aufgebaut wurde. Es hat einen Haupt- und fünf andere Thürme, ist mit Ringmauern versehen, und hat im Hintergrunde ein Wohngebäude mit Zinnen und Eckthürmen. Die Schönheit seiner Lage erhöhte noch die Kunst des Architekten. - O. ist sehr alt, und scheint wohl auf den Trümmern eines römischen Kastells erbaut worden zu sein.

Ueber die Namensableitung hat man viel gestritten, und doch nichts mit Gewißheit herausgebracht. Ob hier ein gleichnamiges Grafengeschlecht gewohnt, ist ungewiß, weil die Familien dieses Namens in dieser Gegend nie genannt wurden. Schon frühe war jedoch diese Burg Sitz der Grafen in der Ortenau, mit welcher sie alle Schicksale theilte, und deren Hauptveste sie war. Im Jahre 1314 verkaufte Kaiser Friedrich III. das Schloß an Bischof Johann I. von Straßburg; in den Jahren 1415 bis 1419 wurden auf der Burg große Reparaturen vorgenommen und sie wieder stärker befestigt; doch litten die Werke bald wieder Noth und drohten zu verfallen. Im 30jährigen Kriege lag hier eine schwedische Besatzung, worauf einige zeitlang eine badische folgte. In der Mitte des 17ten Jahrhunderts wurde O. von den Franzosen angezündet und ein Theil der Burg in die Luft gesprengt, und von nun an war sie unbewohnbar, nur einige Rebleute hielten sich darin auf, und 1771 mußte auch das Gefängniß in das Dorf hinab verlegt werden; seit jener Zeit verfiel die Burg immer mehr, bis sie endlich jetzt wieder neu aufgebaut wurde. - Universal-Lexikon vom Großherzogthum Baden - Karlruhe 1847