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Schmiedekunst
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Die Messerschmiede I

Messer- und Klingenschmiede, seit dem Mittelalter Messerer und Klinger genannt, entwickelten sich aus dem Eisenschmiedehandwerk und spezialisierten sich auf die Fertigung von Trutzwaffen und aller Arten von Messern, wobei die Messerer vorzugsweise Dolche, Haumesser (Sachse), Waidmesser, Degen und andere einschneidigen Klingen mit Rücken schmiedeten, die Klingenschmiede hingegen die zweischneidigen Schwertklingen. Unter dem Begriff "Messer" war in früherer Zeit mehr eine einschneidige Hieb- und Stichwaffe gemeint als ein Messer in herkömmlichem Sinn.

Im Mittelalter war der Aberglaube allgemein verbreitet, dass der Klingenschmied einen Zauber in das Schwert schmieden konnte und deshalb musste der Geselle, der Meister werden wollte, einen besonderen Eid leisten, keine Hexerei zu treiben. Um die Gefahr des bösen Zaubers zu bannen, ließ der gläubige Ritter seine Klinge erst noch durch den Priester weihen.