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Der Hahn ist tot
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Bürgersöhne-Aufzug zu Lingen "Die Kivelinge"

Zum Aufbau des Bürgersöhne-Aufzuges

KommandeurAdjudanten Obwohl die aus der Wehrtradition übernommenen Bezeichnungen für die Funktionsträger und die Abteilungen des Vereins etwas anderes vermuten lassen, ist der Bürgersöhne-Aufzug heute nach demokratischen Prinzipien ausgerichtet und organisiert.

Ratsherr Über 200 Kivelinge - mindestens 17 Jahre alt und ledig - bilden die Mitgliederschaft. War es in früheren Jahrhunderten Pflicht, am Aufzug teilzunehmen, so ist es jetzt eine freiwillige Vereinszugehörigkeit. Die einzelnen Kivelinge schließen sich in der Regel einer Sektion an. Diese Interessengruppen oder Freundeskreise geben sich Namen, die sich aus der Geschichte der Stadt, des Emslandes und der Bürgersöhne ableiten, wie Burglöwen, Freiherr von Dankelmann, Schreckensteiner, usw. Jede Sektion bestimmt aus den eigenen Reihen einen Sektionsoffizier, der die allmonatlichen Versammlungen leitet und die Interessen seiner Sektion auf Vereinsebene vertritt. Diese Versammlungen finden meist im Haus der Kivelinge statt, wo dann auch das Lied der Kivelinge oder der Lingener Kivelingsmarsch gesungen wird.

Kapitaene Die Generalversammlung aller Kivelinge wählt den Vorstand des Vereins. Diesem gehören der Kommandeur als Vorsitzender, dessen Stellvertreter der erste Kapitän, der zweite und dritte Kapitän, jeweils zuständig für einen der Züge, die nach den drei ehemaligen Stadttoren - Burgtor, Lookentor, und Mühlentor - benannt sind, und denen jeweils ein Drittel der Anzahl der Sektionen zugeordnet wird, der Schriftführer und Rechnungsführer sowie vier Ehrenmitglieder an. Der Kivelingskönig ist für die Dauer seiner Amtszeit assoziiertes, stimmberechtigtes Mitglied im Vorstand und erster Repräsentant des Bürgersöhne-Aufzuges.

Ehrenmitglieder Mitglieder sowie Aktivitäten im Verein werden im Compagniebuch der Kivelinge aufgezeichnet und für die folgenden Generationen aufbewahrt. Hier ist vieles über die Betätigungsfelder der Kivelinge zu lesen, so z.B. die Mitwirkung im Planungsausschuß der Stadt Lingen in den Nachkriegsjahren, der Wiederaufbau des Pulverturmes oder auch die Schenkungen zu den jeweiligen Kivelingsfesten u.v.a.m.. Siehe hierzu auch das Archiv.