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Sehenswertes Berghaupten


"Berghaupten" hieß wohl die Burg, die ehemals aus der südlich vom Dorf gelegenen Höhe stand. Später wurde der Name auf das Tal übertragen. Von dieser Burg sind keine Reste mehr zu sehen. Die Höhe heißt aber heute noch "Burgstall", d. h. Stelle einer Burg. Das Schloß, von dem hier die Rede ist, lag im Tal bei dem Dorfe. Es war ein adeliger Landsitz, dessen Besitzer in Berghaupten keinerlei herrschaftliche Rechte hatte. Wer das Schloß gebaut hat, ist uns nicht überliefert.

Der erste Besitzer war Balthasar v. Wartenberg, genannt v. Wildenstein, der 1462 Schultheiß zu Gengenbach war. Diesem erlaubte 1456 der damalige Herr von Geroldseck, Graf Jacob v. Mörs, im Berghauptener Bann zu jagen. Wir dürfen annehmen, daß Balthasar v. Wartenberg das Schlößchen erbaut hat. Seine Erben, Jacob und Eitelhans v. Bodman, verkauften das Schloß im Jahre 1485 dem (Otto Kähni - die Ortenau 1934 S. 323)

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Berghaupten Schlössle (Rathaus)


m Dorfzentrum liegt ein zweistöckiges Schloß mit zwei Seitenflügeln, dessen Giebel das Wappen der Familie von Schleiß ziertDie Ortschaft Berghaupten (Berghaubten 1277, Berghopten 1370, Berghaupten 1488, Berghaupten 1504) hat ihren Namen wohl von der Burg gleichen Namens, die ehemals auf der südlich vom Dorf gelegenen Höhe stand. Von dieser Burg sind keine Reste mehr zu sehen. Die Höhe heißt aber heute noch "Burgstall" (Stelle einer Burg).

Der Ort bildet heute ein langgezogenes Haufendorf im unteren Kinzigtal westlich von Gengenbach. Er umfaßt die Täler Berghaupten, Bollenbach und Bermersbach.

Im Dorfzentrum liegt ein zweistöckiges Schloß mit zwei Seitenflügeln, dessen Giebel das Wappen der Familie von Schleiß ziert. Der Bau ersetzte wahrscheinlich ein früheres Wasserschloß, das zum ersten Mal im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt ist. Sein Erbauer ist nicht mehr überliefert. Der erste Besitzer war Balthasar von Wartenberg, genannt von Wildenstein, 1462 als Schultheiß von Gengenbach bekannt. Er nutzte das Gebäude u. a. zur Jagd, denn er besaß vom damaligen Herrn von Geroldseck, Graf Jacob von Mors, die Erlaubnis, im Berghauptener Bann zu jagen. Seine Erben verkauften das Anwesen, das dann in den darauffolgenden Jahrzehnten häufig die Besitzer wechselte. Um 1622 erfolgte vermutlich eine erste Renovierung. Ab 1697 ist das Anwesen im Eigentum von Tobias Ernst Freiherr von Schleiß, Obrist-Leutnant und Vizekommandant aus Konstanz, der in dieser Zeit Bannherr von Berghaupten wurde. Der Kaufpreis betrug damals 5 500 Gulden. Der Kaufbrief enthielt eine kurze Beschreibung des Anwesens. Danach bestand es aus "Schloß, Stallung, Keller und Trott samt daran gelegenen Küchengärtlein, so mit einem Wassergraben ringsherumb umbgeben, wie auch einem großen vorhof, worinnen ein Springbrunnen, meyerhaus und stallung daran, sodann eine scheuer mit verschiedenen stallen sambt begriff, recht und gerechtigkeiten zue Berghaupten am dorff gelegen" ...

Näheres zu Besitzverhältnissen und der Geschichte des "Schlössles" arrowRight

Der gleiche Kaufbrief beschreibt den schlechten Zustand des Schlosses. Das veranlaßte die Freiherren von Schleiß, es abzureißen und an seiner Stelle 1788 ein neues Schloß im Stil des adeligen Landhauses des 18. Jahrhunderts errich- Seitenzahl-Icon ten zu lassen. Bei diesem Gebäude handelt es sich um ein zweistöckiges Haus aus verputztem Bruchsteinmauerwerk im ländlichen Barockstil, von Gärten umgeben, das im Straßenbild schon von Ferne als Ruhepunkt wirkt. Anstelle des einfachen Wohndaches dürfte ursprünglich ein Mansardendach gewesen sein. Der Grundriß des Haupthauses zeigt ein Rechteck. Die neunfenstrige Fassade ist durch einen vorspringenden Mittelbau symmetrisch gegliedert. Dieser trägt einen stattlichen Balkon und ist von einem Dreieckgiebel gekrönt, den das freiherrliche von Schleißsche Wappen mit der Jahreszahl 1788 schmückt. Der Eingang hat die Form eines Portals, das man auf ebener Erde durchschreitet. Man betritt einen Vorplatz, der ein Gewölbe trägt und als Tordurchgang durch das Schloß hindurch in einen kleinen Hof führt. Diesen umschließen kleine Wirtschaftsgebäude, die sich an das Schloß flügeiförmig anschließen. Sowohl vom vorderen als auch vom hinteren Eingang gelangt man zu einer breiten Steintreppe, die in das Hauptgeschoß führt. Das Innere des Baues bietet nichts Bemerkenswertes; es wurde wiederholt umgebaut; die ursprüngliche räumliche Einteilung ist nur noch schwer zu erkennen.

Das Schloß hatte nie politische Bedeutung. Es war ein sogenannter Freihof, dessen Besitzer allerdings manche Privilegien genossen. So waren sie von allen bürgerlichen Lasten befreit und von der Gerichtsbarkeit der Landgerichte entbunden. Ihre einzige Abgabe war die Rittersteuer. Die Güter, die ursprünglich zum Schloß gehörten (Stammgüter), waren zehntfrei. Ferner hatte der Schloß- Seitenzahl-Icon herr noch das Recht auf Bau- und Brennholz, Stecken für die Reben, Waidgang, Schweinemast sowie Jagdrecht auf Hasen, Hühner, Füchse und Vögel.

Die Familie von Schleiß bewohnte das Schloß bis 1831. Dann ging es in den Besitz der Gemeinde über, die es zunächst als Schul- und Rathaus benutzte. Heute ist es Sitz der Ortsverwaltung von Berghaupten.

Literatur:
O. Kähni, Die Schlößchen in Berghaupten, in: Ortenau 21/1934, S. 323-326;
K. L. Hitzfeld, Berghaupten, in: Die Stadt- und Landgemeinden des Kreises Offenburg. Offenburg 1964, S. 17-20;
E. Schuster, Die Burgen und Schlösser Badens. Karlsruhe 1908, S. 249;
M. Wingen-roth, Die Kunstdenkmäler des Kreises Offenburg. Tübingen 1908, S. 303-304.

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Klingelhalde Berghaupten


Zwar wurden Gebäude und Mühleneinrichtung in den 1980er-Jahren neu erbaut. Doch das Stahlskelett des Mühlrades diente noch in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts als Antrieb für eine inzwischen aufgegebene Mühle im unmittelbar talwärts gelegenen GehöftVom Rathaus "Schlössle" Berghaupten führt die Talstraße Richtung Süden zur Erhebung des Burgstalls. Nach 10 Gehminuten biegt der Weg zum Naherholungsgebiet Klingelhalde nach links ab und durch die gleichlautende, leicht ansteigenden Straße Klingelhalde hinauf zur Anlage mit Spielplatz und Mühle.

Sogleich erkennt man hinter einer gepflegten Anlage mit kleinem Teich / Biotop hinter einem Spielplatz liegend die Mühle unter ihrem Walmdach im dunklen Holzgewand. Die Mühle - auf hohem Bruchsteinsockel stehend und in den Hang gebaut - begrüßt die Besucher*innen zunächst mit ihrem mächtigen Mühlrad.

An den auch zu Ruhezeiten bereitstehenden Sitzgelegenheiten können sich Besucher*innen einen Augenblick der Ruhe gönnen und durch das Tal hinüber zum dominaten Turm der Kirche schauen. Überall sieht man Anpflanzugen und Dekorationselemente, wie z. Bsp. alte Mühlsteine. Diese Steine wurden schön "herausgeputzt". Die ganze Anlage lässt den Fleiß und die Mühe ahnen, welche ihre Erbauer eingebracht haben. Auch die dauerhafte Pflege des Naherholungsgebietes dürfte den ehrenamtlichen Helfern einiges abverlangen.

Die Naherholungsanlage Klingelhalde mit dem Mühlengebäude, der Wassertretstelle und der Wasserspielanlage für Kinder bietet Erholung und Spaß für Jedermann. Im Sommer finden hier regelmäßig Grillfeste statt. Im Juli und August treffen sich jeden Mittwoch Nachmittag / Abend Wanderer und Biker zum traditionellen Grillfest auf der Klingelhalde.

Zur Mühle:

Alte Getreidemühle (Hofmühle) 1845 erbaut in Berghaupten Talstr. 43.

Als Kundenmühle bis 1947 in Betrieb.

Bis ca. 1960 wurde noch geschrotet.

1973 / 74 wurde bei Abbruch des Hofes die Mühle demontiert.

In den Jahren 1986 / 87 wurde unter dem damaligen Bürgermeister H. Bruder die Mühle durch Zimmermeister A. Kälble und dem letzten Müller A. Bruder, unter Mithilfe örtlicher Vereine, im Naherholungsgebiet 'Klingelhalde' wieder komplett aufgebaut.

Das neue hölzerne oberschlächtige Mühlrad (D = 5 m) wurde am 20.6.1987 mit einer Festveranstaltung eingeweiht

baden online - 19. Mai 2016 - Erich Fakler

Seit Jahrzehnten lockt der Verkehrsverein Berghaupten in den Sommermonaten jeden Mittwoch Hunderte von Feriengästen, Einheimischen und Radlern des Umlandes auf die Naherholungsanlage Klingelhalde.

Vorsitzender Josef Glatz freut sich über entscheidende Verstärkungen in seinem Verkehrsverein. Mit Sandra Stöhr konnte eine versierte Fachfrau für das Amt der Kassiererin gewonnen werden. Mit Claudia Müller ist auch das Amt des Schriftführers in den besten Händen. Und mit Konrad Laqua hat der Vorsitzende einen kompetenten und kommunikativ durchsetzungsfähigen Stellvertreter an seiner Seite. Der gebürtige Ostfriese hat dank seiner aus Berghaupten stammenden Frau Marianne den Weg aus dem hohen Norden in die Portalgemeinde Berghaupten gefunden.

In der Zeit vom 6. Juli bis zum Saisonabschluss am 31. August wird die Klingelhalde bei insgesamt neun Grillfesten wieder Anziehungspunkt und Begegnungsstätte in der Wochenmitte sein.

Bis zu 500 Gäste

Der Mittwoch hat sich aus Sicht der Verantwortlichen über die Jahre hinweg hervorragend bewährt. Ab 18.30 Uhr wird bewirtet. Allerdings finden sich viele Gäste schon vorher ein, um auch ja sicher einen Logenplatz zu bekommen. An Spitzenabenden suchen schon einmal über fünfhundert Gäste den Weg zum Mühlengebäude.

Zwar wurden Gebäude und Mühleneinrichtung in den 1980er-Jahren neu erbaut. Doch das Stahlskelett des Mühlrades diente noch in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts als Antrieb für eine inzwischen aufgegebene Mühle im unmittelbar talwärts gelegenen Gehöft. Bei ausreichendem Wasserstand rauscht das Mühlrad an den Grillabenden. Kinder spielen gerne auf dem anliegenden Spielplatz. Gerade in der sommerlichen Abendsonne entfaltet die Klingelhalde an der winterlichen Talseite Berghauptens ihren besonderen Reiz. Das Auge weidet sich nicht nur am Dorfbild mit dem Kirchturm der Pfarrkirche St. Georg in der Mitte und dem Blick ins Obertal. Weit im Norden erglänzt im abendlichen Sonnenglanz auch das Ortenberger Schloss.

Zwar ist die Naturkulisse schon überaus attraktiv, trotzdem sorgt allabendlich ein Alleinunterhalter für das musikalische Flair. Zudem treten je einmal der MGV 1878 Berghaupten und das Blasorchester Berghaupten auf. Einer der neun Grillabende wird dieses Jahr zum ersten Mal in alleiniger Verantwortung des Blasorchesters durchgeführt. Besondere Renner der Speisekarte sind der Bibiliskäs sowie die Käse- und Salatplatte.

Private Feiern

Gerne werden die Grill­abende auch für Geburtstagsfeiern genutzt. Hier genügt ein Anruf unter • 07803/2820 oder • 07803/5822 und die Tische werden reserviert. Dass in Berghaupten die Grillfesttradition im Gegensatz zu einigen Nachbargemeinden weiterhin durchgeführt werden kann, ist auch den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken.

Besonders dankbar sind Glatz und Laqua der Auf- und Abbaugruppe. Diese Helfer zwischen 25 und 85 Jahren bauen am Mittwochmorgen Tische und Theke auf und sind auch beim Räumungsdienst am Donnerstagmorgen wieder eifrig bei der Sache. Seit diesem Jahr ist Berghaupten in die Tourismuswerbung Gengenbachs eingebunden, doch ist der Verein auch über eine eigene Homepage erreichbar.

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