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Burg und Schloss Hornberg

Der Schloßberg (455 m ü.d.M.) ist ein flacher Bergvorsprung im Westen der Stadt Hornberg, die 100 Meter tiefer (Rathaus 350 m ü.d.M.) im Gutachtal liegt Das Schloßgelände selbst ist etwa 150 Meter lang und erstreckt sich von Südosten nach Nordwesten Zum besseren Verständnis der folgenden Ausführungen ist es ratsam, sich am Plan des Schloßbergs aus der Zeit um 1800 und am Kupferstich von M. Merian (erschienen 1643) zu orientieren Der Hornberger Schloßberg in einem Plan aus der Zeit um 1800 Dem Besucher wird ein Rundgang vorgeschlagen, der ihn zunächst zum Rondell und damit zum Platz der ältesten Burganlage führt Die dort aufgeführten Mauern stammen zwar aus dem 19. Jahrhundert, die Steine jedoch sind sicherlich schon früher verwendet worden und erlauben Rückschlüsse auf die Bauweise Vorbei am Pulverturm (Jahreszahl 1621 über dem Türsturz) kommt man zum eigentlichen Wahrzeichen, dem mittelalterlichen Bergfried Hinter den Wehranlagen - mit Blickrichtung Gutach - liegt das um 1900 erbaute Schloßhotel Der Bergvorsprung über der heutigen Stadt Hornberg bot sich für den Bau einer Burg aus verschiedenen Gründen geradezu an Drei felsige Steilhänge begrenzen den Bereich des ersten Baus Von hier aus lassen sich das Gutachtal und die Mündungsgebiete von Reichenbach, Schwanenbach und Offenbach trefflich überschauen und die Bewegungen auf Straßen und Wegen kontrollieren Es ist noch nicht geklärt, wann die erste Burganlage auf dem Hornberger Schloßberg erbaut wurde; spätestens muß es nach der Teilung des Herrschaftsgebietes der Herren von Hornberg um 1200 gewesen sein Ihre erste Burg stand auf dem Schloßfelsen in Alt-Hornberg. Hitzfeld vermutet, daß schon vor der Teilung der älteste Bau auf dem späteren Schloßberg errichtet wurde Man kann dieser Annahme folgen, weil die mörtellose Mauerung dafür spricht und vor allem weil sicher schon in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts der Raum um Hornberg und Gutach wirtschaftlich für die Herren auf Alt-Hornberg von großer Bedeutung war Die strategisch günstige Lage des Schloßbergs wurde erst mit der Zunahme des Handelsverkehrs und den damit verbundenen Auseinandersetzungen wichtig, also im 13. und 14. Jahrhundert  In diesem zeitlichen Rahmen muß man auch den Bau von drei Türmen sehen, die von den Herren von Hornberg errichtet wurden den Bergfried oder Wartturm auf dem Schloßberg, den Turm im Tiefenbach und schließlich den Turm in Gutach Diese wehrhaften Anlagen hätten in der Zeit des ungeteilten Herrschaftsgebietes, als besiedelt und gerodet wurde, keinen Sinn gehabt Sie waren erst nötig geworden, als der Handelsverkehr zunahm, das Reisen unsicher war und Kontrolle und Geleitschutz dem Landesherren etwas einbrachten Zumindest die Zeit der Erbauung des Bergfrieds und des Turms in Gutach sprechen für diese Überlegung Vom ältesten Bau beim heutigen Rondell sind nur noch große, behauene Granitblöcke vorhanden, die ohne Bindemittel zusammengefügt waren Man kann annehmen, daß der Unterbau auf der Merian’schen Darstellung von der ältesten Burg stammt Den Bau der ältesten Burg verlegt Hitzfeld zu Recht in die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts; dafür sprechen die Bauweise und die Tatsache, daß es sich offensichtlich nicht um einen Wehrbau, sondern um einen herrschaftlichen Wohnbau und Wirtschaftshof für die Lehensgüter im unteren Reichenbach-, Schwanenbach- und Gutachtal handelte Die weiteren Vermutungen über das Aussehen der ersten Burg aufgrund des Merian-Bildes oder der Hinweis Jäckles, noch im 19. Jahrhundert seien in der Nähe des heutigen Rondells Reste eines Turmes sichtbar gewesen, sind zu unsicher und entsprechen nicht dem heutigen Kenntnisstand  Leider wurden die Reste der 1. Burg gegen Ende des 19. Jahrhunderts beseitigt Das auf dem Merianstich anstelle des hochmittelalterlichen Burgbaus zu sehende Gebäude stammt sicher aus der Zeit der Württemberger 1443 verkaufte nämlich Konrad aus der Nebenlinie der Herren von Hornberg seine Besitz- und Herrschaftsrechte an die Grafen von Württemberg Schon Jahrzehnte zuvor hatte der Ausverkauf des Hornberger Besitzes begonnen, und nach 1443 zog alsbald ein württembergischer Untervogt auf, der im alten Gebäude wohnte und für den wohl bald der auf dem Merianbild gezeigte Bau errichtet wurde Später diente dieses Gebäude als Fruchtkasten, Zeughaus und Gefängnis Wie so viele mittelalterliche Burgen wurde dieser Bau während des Dreißigjährigen Krieges zerstört Von 1640 bis zum 20. Februar 1641 hatten sich hier schwedische und französische Soldaten festgesetzt und - ein Kuriosum auf so engem Raum - in der benachbarten Hauptburg bayrische Truppen Ehe die Schweden und Franzosen abzogen, setzten sie den roten Hahn auf das Dach der Burg, die später auch nicht mehr aufgebaut wurde Merians Blatt über Hornberg kam 1643 heraus, die Bauaufnahme muß indes schon einige Jahre früher vorgenommen worden sein Hitzfeld nimmt für die Entstehung des Bildes gar das Jahr 1600 an Die bei Merian abgebildeten Gebäude auf dem Schloßberg sind mit Ausnahme des Bergfrieds und der Grundmauern der ältesten Hornberger Burganlage (links) aus württembergischer Zeit Letztere wurde 1641 niedergebrannt. Schon aus diesem Grund muß die Bauaufnahme Merians früher gewesen sein Auch über die Entstehungszeit der zweiten Burg mit dem Bergfried ist nichts bekannt  Allerdings bietet gerade der Bergfried als einziges erhaltenes Bauwerk aus der Zeit der Herren von Hornberg aufgrund des baulichen Befundes Hinweise auf die Zeit der Erbauung Darüber hinaus läßt sich aus der Familiengeschichte der Herren von Hornberg mit ziemlicher Sicherheit ablesen, wann ein solch gewaltiger Bau für eine relativ kleine Landesherrschaft überhaupt nur möglich war Hitzfeld hat dies überzeugend dargestellt, so daß hier seine Überlegungen zur Entstehungszeit der Hauptburg folgen sollen Um 1200 fand eine erste Teilung der Herrschaft Hornberg statt, wobei die Herrschaft Triberg und (Neu-)Hornberg entstand  Ursache war sicher nicht nur die größer gewordene Familie, auch die wirtschaftliche Entwicklung im Gutachtal und der Gang der Geschichte im allgemeinen mögen dazu beigetragen haben Städte entstanden, der Handelsverkehr nahm gewaltig zu und auch die Bevölkerungszahl stieg Burkhard von Hornberg erhielt die Herrschaft Triberg, die Brüder Bruno und Werner Hornberg Seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gibt es zwei Hornberger Linien, ausgehend von Friedrich und Bruno, dem Minnesänger Die Hauptlinie Friedrichs blieb beim Wappen mit dem grünen Dreiberg, während Brunos Linie einen schwarzen im Schilde führte Eine regelrechte neue Lehensteilung fand nicht statt, man einigte sich auf bestimmte Einkünfte und Anteile an der Herrschaft, wobei Friedrich als älterem Bruder mehr zufiel als Bruno Eine gewisse Wohlhabenheit der Brüder ist daran abzulesen, daß Friedrich 1312 als Besitzer der Schneeburg auf dem Schönberg bei Freiburg genannt wird und Bruno 1280 als Stifter der Kapelle der Zisterzienserabtei Tennenbach auftritt, die heute als einziger Überrest des Klosters an der Straße von Sexau nach Ottoschwanden steht Jedenfalls scheinen die Hornberger in der Zeit Friedrichs und Brunos in geordneten Verhältnissen gelebt zu haben, und der Bau einer neuen Burg mit oder um den Bergfried liegt nahe Gegen eine spätere Bauzeit spricht der beginnende Niedergang der Hornberger und der Ausverkauf des Herrschaftsgebietes Beides deutet sich unter den Hornbergern der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts an Wernher von Hornberg schenkt am 6. November 1349 Das Stift belehnte ihn wieder mit Burg und Hof und dazu mit Dorf und Herrschaft Ebringen Deutlicher wird der Niedergang bei den Vettern Wernhers, Heinrich und Friedrich Sie gerieten durch die Auseinandersetzungen mit den Straßburgern um den Turm in Gutach in Not, so daß Heinrich 1370 den Die neue Burg aus dem 13. oder frühen 14. Jahrhundert diente der Hauptlinie der Herren von Hornberg als Residenz Aber schon 1423 verkaufte sie Brun Werner von Hornberg mit dem Anteil seines Herrschaftsgebietes an die Grafen von Württemberg, die ihm bis zur völligen Bezahlung des Kaufpreises das Schloß Schiltach als Wohnstätte zuwiesen Der Bergfried, heute neben dem Pulverturm einziges Relikt aus der Hornberger bzw. Württemberger Zeit, verdient hier als Wahrzeichen Hornbergs eine ausführliche Beschreibung Heute ist er noch 17 Meter hoch und in 16 m Höhe durch eine Plattform abgeschlossen Die Grundrißaußenmaße betragen 8,05 m : 8,85 m, die Mauerstärke schwankt um 2 Meter, so daß sich eine lichte Weite von etwa 3,60 m :4,25 m über die ganze Turmhöhe ergibt; dort springt die Mauer um 1,25 m zurück
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Evangelische Kirche St. Johann Baptist Hornberg

Eine evangelische Pfarrkirche mit Beginn der Bauphasen um 1280? Das scheint zunächst 'fragwürdig' Hatte doch Martin Luther erst im frühen 16ten Jahrhundert mit seinen Predigten gegen die verwerflichen Sitten - insbesonders dem Ablasshandel - 'seiner' Kirche begonnen Die berühmten 95 Thesen sollen am 31.10.1517 angeschlagen worden sein und erst dann nahm die Reformation ihren Lauf Zu dieser Zeit war die Pfarrkirche zu Hornberg tatsächlich katholisch 1548 erließ Kaiser Karl V. in Augsburg das 'Interim', womit Fürsten und deren Herrschaftsbewohner - auch 'abtrünnige' Priester für die katholische Kirche zurückgewonnen werden sollten Zu dieser Zeit war Hornberg 'wirtembergisch' und das umliegende Kinzital fürstenbergisch 1534 hatte Herzog Ulrich von Württemberg - zuvor unter kaiserlichem Bann - seine Macht zurückbekommen und setzte sich für die evangelischen Religion ein Der Fürstenberger Graf Wilhelm tat im gleich und so wurden oberes Kinzig- und Gutachtal 'von oben reformiert' So weit zur oben gestellten Frage: warum ist eine Hornberger Pfarrkirche aus dem 14ten Jahrhundert heute evangelisch? Um 1200 gründeten die Herren von Hornberg die gleichnamige Stadt. Von 1423 bis 1810 war sie württembergisch; danach, ab 1810, badisch An die württembergische Zeit erinnert die von Schickhardt in den Jahren 1602 bis 1603 erbaute Stadtkirche Der spätgotische netzgewölbte Chor der Vorgängerkirche wurde beibehalten; der Turm kam neu hinzu Von dem ältern Bau ist der spätgothische, aus drei Seiten des Achtecks geschlossene Chor erhalten, über welchem, wie in dem benachbarten Gutach der Thurm aufgebaut ist Chorgewölbes steigen aus Eckconsolen auf, an drei gemalten Schlusssteinen Wappen der Württemberg (Fische), ein Engel und ein Steinbock Die Fenster zweigetheilt, mit Fischblasenmaasswerk. Zwei Fenster enthalten spätgothische Glasmalereien (15. Jh.)
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Das Uhrenspiel in Niederwasser - Hornberg

In Hornberg-Niederwasser - weit über der Stadt - steht eine der größten Kuckucksuhren im Schwarzwald im Hausformat Das 1994 (Erbauer: Adolf Herr, Jürgen Herr, Herbert Schieck, Thomas Schieck) erbaute Lebensgroße Holzfiguren zeigen sich beim 'Werken' am Uhrenhaus, wie etwa der Schornsteinfeger aus einem Kamin hervorschauend oder die Musikanten, welche sich in der hausgroßen Uhr drehen Zur Entwicklung dieses 'schwarzwälder Markenkerns' mit vergleichbarem Bekanntheitsgrad, wie etwa dem Bollenhut, gibt die Webseite deutsches-uhrenmuseum.de einen kurzen Abriss Im September 1850 rief Robert Gerwig, der Direktor der Großherzoglich Badischen Uhrmacherschule in Furtwangen, zu einem Wettbewerb für ein zeitgemäßes Uhrendesign auf Der folgenreichste Entwurf stammt von Friedrich Eisenlohr Als Architekt war er für die meisten Bauten entlang der badischen Staatseisenbahn verantwortlich Eisenlohr versah die Fassade eines Bahnwärterhäuschens mit einem Zifferblatt Das Urbild der heute noch als Souvenir beliebten Kuckucksuhr in Häuschenform war geboren Um 1860 entfernte sich die Bahnhäusleuhr deutlich von der ursprünglich eher strengen grafischen Form So bot Johann Baptist Beha aus Eisenbach 1862 zum ersten Mal reich verzierte Kuckucksuhren mit geschnitzten Beinzeigern sowie Gewichten in Form von Tannenzapfen an Seit dieser Zeit ist die Bahnhäusleuhr mit üppigen dreidimensionalen Pflanzen- und Tierschnitzereien als Souvenir aus dem Schwarzwald beliebt Den Schwarzwälder ist von jeher gleich allen Gebirgsvölkern die Geschicklichkeit eigen gewesen, das Holzmesser zu führen, mit ihm Geräte zu schnitzen und zu verzieren Es war das wichtigste Ereignis in der Geschichte des Schwarzwaldes, als diese altvererbte Geschicklichkeit der Holzbearbeitung zum erstenmal angewendet wurde, um eine Uhr zu schnitzen
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Hornberger Bauerhofmühlen

Hasenhofbauernmühle in Hornberg im Schwanenbach Die aus dem 19. Jahrhundert stammende Hasenbauernhofmühle wurde erst 1995 -1997 wieder aufgebaut Unser über 280 Jahre alter Hasenbauernhof liegt in einem idyllischen Seitental umgeben von Wiesen und Wäldern Die Hofmühle beim 4. Bauern in Niederwasser Erbaut wurde die Mühle beim 4. Bauern etwa im Jahr 1750. Im Jahr 1960 wurde sie erstmalig von Familie Klausmann hergerichtet Da die Jahrzehnte jedoch an der Mühle beim 4. Bauern nagten, wurde sie vom jetzigen Besitzer Peter Klausmann mit Unterstützung des Denkmalamtes in den Jahren 1990 – 2000 neu restauriert Strasserhofmühle in der Reichenbacher Straße in Hornberg 1873 erbaut durch Christian Wöhrle, dem Strasserhofbauern Bei der Strasserhof-Mühle handelt es sich um eine Schwarzwälder Bauernmühle mit einem oberschlächtigen Wasserrad von 4 Metern Durchmesser aus Metall Der Mahlgang der Strasserhof-Mühle mit dem hölzernen Laufwerk und dem so genannten Fünfkantsichter zur Brotmehlgewinnung ist betriebsbereit Früher befand sich in der Mühle auch der Dreschwerksantrieb zur Kraftübertragung mittels eines umlaufenden Drahtseiles von Transmission zu Transmission in den nahe gelegenen Strasserhof Die Unterschembachhofmühle dürfte nach einer mit Holzwerk eingeschnittenen Jahreszahl anno 1770 erbaut worden sein Der Kraftantrieb dieser Unterschembachhofmühle ist ein oberschlächtiges Wasserrad von ca. 4 Metern Durchmesser In den Jahren 2017 und 2018 wurde die Schembachmühle komplett renoviert Bei tollem Wetter konnte die Schembachmühle am Freitag, 18. Mai 2018 für die Besucher freigegeben werden Erbaut wurde die Untersteighofmühle nach 1840 Durch ein oberschlächtiges Wasserrad aus Metall, Durchmesser 4 Meter, werden alle Einrichtungen in die Untersteighofmühle angetrieben Da alles in der Untersteighof-Mühle intakt ist, kann wie früher gemahlen werden, auch Brotmehl über einen Beutelsichter Außer diesem ist die Untersteighofmühle noch mit einem Stampfwerk versehen, das zur Herstellung der 'gerellten Suppengerste' und zur Stampfung der Knochen zu Knochenmehl dient
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Das Stadtmuseum in Hornberg

Die Ausstellung im Stadtmuseum besteht aus drei Bereichen: Geschichte, Brauchtum und Handwerk In der Glasvitrine auf der linken Seite sehen wir die Reichenbacher Trachten mit dem weltberühmten Bollenhut, wie sie auch im benachbarten Gutach und Kirnbach zu besonderen festlichen Anlässen heute noch immer mit berechtigtem Stolz getragen werden Der Landsknecht in der Ecke, die hölzerne Kanone und die Schautafel an der rechten Wand verweisen auf des vielzitierte 'Hornberger Schießen', das in jedem Jahr mehrfach auf der Erwin-Leisinger-Freilichtbühne im Storenwald aufgeführt wird Die Bilder an der Wand sind Werke des Malers Wilhelm Wurzel, der einige Jahre in Hornberg gelebt und gewirkt hat Die beiden Glasvitrinen gehören zum benachbarten Wilhelm-Hausenstein-Gedächtnisraum Sie beinhalten diverse Memorabilien aus dem Leben Hausensteins und einen Teil seines literarischen Werkes Schalensteine, Menhire und Werkzeuge geben Kunde von der Besiedlung des Schwarzwaldes schon in neolithischer Zeit (um etwa 3500 vor Chr.) Auf zahlreichen Schautafeln ist die Geschichte unserer Raumschaft zusammengestellt Schließlich sei noch auf die aufschlußreiche Dokumentation aufmerksam gemacht, in der die zahlreichen Schwarzwaldhöfe der Gemarkung Hornberg mit ihrer zum Teil fast 500jährigen Geschichte nachgewiesen sind Einen wichtigen Produktionszweig bildete damals die Herstellung von Kuckucksuhren. Mit Walter Kühn starb 1996 der letzte Holzbildhauermeister Die Einrichtung des 'Raumes der Holzschnitzer' gibt beredt Zeugnis von deren künstlerischem Empfinden und handwerklichem Können Besonders stolz sind wir Hornberger auf die reichhaltige und wertvolle Sammlung alten Steingutgeschirrs, das ausschließlich aus der Produktion der früheren Steingutfabrik (heute DURAVIT AG) in der Zeit von 1817 bis 1912 stammt Sehr anschaulich lassen sich die verschiedenen Herstellungstechniken und Produktionsphasen von
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Die Hornberger Freilichtbühne

Beim ersten Besuch der Hornberger Freilichtbühne darf man über deren Dimensionen überrascht sein Hornberg - ein kleines Schwarzwaldstädchen mit ca 4.500 Einwohnern begrüßt die Gäste der Freilichtbühne im von den fleißigen 'Ehrenamtlichen' erbauten Spieldorf vor großer Kulisse Es mangelt nicht an der Verkehrserschließung, reichlich Parkplätze sind vorhanden und die große Tribühne bietet ausreichend Sitzplätze für die interessierten kleinen und großen Besucher*innen Ebenso überaschend, wie die großräumige Spielstätte ist die beachtliche Anzahl der begeistert vortragend und spielenden Theatertruppe Mit Recht stellt man sich die Frage, wo der Hornberger Historische Verein seine Schauspieler rekrutiert So sind es beim 'Hornberger Schießen' Dutzende von Kindern, Jugendlichen und Erwchsenen, welche alle ihrer Freude am spielerischen Vortrag Ausdruck verleihen Damit noch lange nicht genug sind auch die Tiere zu erwähnen, (welche Baden Online weiter unten näher beschreibt) die an den Vorträgen beteiligt sind Große und klein Pferde (Ponys) zeigen sich ebenso, wie Geisen oder wagenziehendes Rindvieh Eine kurze Gründungsgeschichte stellt nachfolgend der Historische Verein Hornberg samt der Gründungsmitglieder und weiteren Aktivitäten des Vereins vor Gründung der Hornberger Freilichtbühne durch den Historischen Verein Hornberg 1955 gründeten seine 14 Mitstreiter und er den Historischen Verein Hornberg Mit immensem Einsatz wurden Kulissen und Tribünen gebaut, und nur sechs Wochen nach Vereinsgründung fand die von 2000 Zuschauern umjubelte Uraufführung statt Seit dieser Zeit wird das Stück jeden Sommer mehrmals von Hornberger Bürgern zum Besten gegeben 1958 wurde auch die alte Hornberger Amtstracht wieder ins Leben gerufen Die Trachtengruppe des Vereins pflegt seither nicht nur die Darbietung der traditionellen Trachtentänze, sondern auch den Vortrag humorvoller Schwänke und Gedichte aus längst vergangenen Tagen Die schriftstellerischen Zeugnisse vom Wirken Erwin Leisingers sind in Hornberg geblieben Seine Frau überließ nach dessen Tod im Jahr 1996 die Rechte am Hornberger Schießen dem Historischen Verein Damit wurde die wirtschaftliche Basis für dessen Existenz gelegt Der Verein hat dieses Erbe umsichtig weiter entwickelt Seit den 1980er-Jahren wird das Programm auf der Freilichtbühne um ein jährlich wechselndes Erwachsenenstück und einem Familienstück erweitert So zieht der Storenwald Jahr für Jahr rund 10.000 Theaterfreunde an und beglückt nicht nur Zuschauer, sondern auch Generationen von Laienschauspielern aus Hornberg und Umgebung Viele der zahlreich mitwirkenden Kinder spielen heute 'sehr erwachsene' Rollen, und der eine oder andere hat gar sein Hobby zum Beruf gemacht Was im Jahre 1955 noch als einmalige Aufführung geplant war, hat sich inzwischen zum Dauerbrenner entwickelt  In diesem Jahr feiert das 'Hornberger Schießen' seinen 60. Geburtstag Alles begann am 4. Juli 1955. Da wurde nämlich im damaligen Restaurant 'Stadt Hornberg' der Historische Verein gegründet Er hatte sich zur Aufgabe gemacht, die altverbundenen Traditionen innerhalb der Stadt Hornberg zu wahren, zu fördern und späteren Generationen zu erhalten 'In erster Linie dachte man aber an den Erhalt und Ausbau des nicht nur in unseren deutschen Landen, sondern nach aller Welt hin bekannten Wortes ›Es geht aus wie das Hornberger Schießen‹' Die Vereinsmitglieder waren sich am 4. Juli 1955 sehr schnell einig: 'Die im Volksmund am meisten bekannte Darstellung ist als die Richtige anzunehmen' Nun ging man daran, den Grundstein zu legen für das Freilichtbühnenspiel des 'Hornberger Schießens' Und da hatte der Hornberger Friseurmeister und Heimatdichter Erwin Leisinger schon fleißig vorgearbeitet Er hatte nämlich von sich aus bereits damit begonnen, 'Dem Schabernack und Narretei unserer Vorfahren beim Empfang des Herzogs Gestalt und Form zu geben' Das von ihm verfasste Bühnenstück erhielt höchstes Lob: 'Erwin Leisinger, bekannt durch seine dichterische und humorvolle Ader, hat die Geschichte historisch einwandfrei geschrieben und die Anerkennung hierfür bei allen Kennern, denen die Urschrift zur Begutachtung vorgelegt wurde, gefunden', ist im Protokoll festgehalten
 
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Der Hornberger Schwarzwaldbahn-Viadukt

Der Hornberger Eisenbahnviadukt ist eine 1924 bis 1925 errichtete Gewölbebrücke der Badischen Schwarzwaldbahn und überspannt das Reichenbachtal in Hornberg Es ist der einzige Viadukt der Schwarzwaldbahn Der Viadukt ist 150 m lang, 24 m hoch und besitzt sieben Bögen von je 14,50 m lichter Weite, die auf sechs Pfeilern und zwei mächtigen Widerlagern ruhen Es besteht aus etwa 14.000 m³ Beton und ist mit etwa 3800 m³ Granitsteinen verkleidet Durch den Bau konnte eine alte, zwischen 1869 und 1871 errichtete zweigleisige Stahlbrücke ersetzt und die Gleisanlagen auf drei Gleise erweitert werden Dies wurde durch den zunehmenden Verkehr und den Einsatz schwererer Lokomotiven notwendig Die bei Eröffnung der Bahn im November 1873 in Betrieb genommene Brücke bestand aus einer Gitterwerkkonstruktion achtfachen Systems mit |-förmiger Gurtung und Streben aus abwechselnd [-Eisen und Flacheisenstäben  Jedes der beiden Gleise, von denen im Jahre 1873 zunächst nur das rechtseitige (westliche) ausgeführt worden war, erhielt zwei Hauptträger über einer Öffnung Das Eisenwerk der Gitterbrücke, das von der Firma Gebrüder Decker in Cannstatt ausgefuhrt worden war, hatte ein Gewicht von 270.000 kg Das Eisenwerk der linkseitigen (östlichen) Brücke wurde beim Bau des zweiten Gleises in der Zeit vom September 1887 bis Januar 1888 durch die Filiale Gustavsburg der Maschinenbauaktiengesellschaft Nürnberg erstellt Das Mauerwerk für die Auflager des Eisenwerks war bereits im Jahre 1873 bei Eröffnung der eingleisigen Strecke ausgeführt worden Die Eisenkonstruktion für je eine Öffnung des linkseitigen Gleises wurde gebildet von zwei Fachwerkträgern mit gekreuzten Streben in elf Feldern Die Gurtungen hatten je T-förmigen Querschnitt. Das Gewicht der linkseitigen Fachwerkbrücke betrug 240.000 kg Nach vorausgegangenen Besprechungen der maßgebenden Stellen des Reichsverkehrsministeriums und der Reichsbahndirektion Karlsruhe wurde im August 1922 dem sofortigen Umbau und dreigleisigen Ausbau des Talüberganges zugestimmt Die Anlage eines dritten (Überholungs-) Gleises auf der Brücke war durch die Anforderungen des Verkehrs und die ungenügende Länge des Bahnhofs Hornberg geboten und sollte deshalb gleich beim Umbau der Brücke geschehen, zumal hierdurch der Umbau während des Betriebes wesentlich erleichtert wurde Die Streben der Hauptträger hatten namentlich in den mittleren Feldern an den Knotenpunkten gestreckte Niete, an denen eine Scherwirkung merklich zu sehen war
 
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