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Sehenswertes Friesenheim

In den Kaiserurkunden von 1016, von. Merlan in "Austria Sacra" veröffentlicht, ist die Existenz der Orte Friesenheim und Heiligenzell erstmals unzweifelhaft vermerkt. Ein Auszug aus dem deutschen Text besagt:

"... Es sei daher kundgetan allen Gläubigen in der Gegenwart und in der Zukunft, daß wir zu unserem und unserer Vorfahren Heil, ohne Veranlassung und Bitten des verehrungswürdigen Abtes Eberhard, einem armen Kloster des Offo, genannt Zell, ein Dorf namens Ruotgereswilre (später Heiligenzell) und eine Hube in einem anderen Orte, Friesenheim geheißen, in der Grafschaft Bertholds in der Mortenau gelegen ..., einräumen und schenken und aus unserem Recht und unserer Herrschaft in desselben Herrschaft gänzlich übertragen, in der Weise, daß der Abt jenes Klosters Macht haben soll, damit zu machen, wie er will, ohne Widerspruch irgend eines Menschen in unserem Reich."

Die Urkunde wurde geschrieben im vierzehnten Jahre der Regierung Heinrichs II. und im dritten Jahr seiner Kaiserherrschaft. Ort der Niederschrift war Bamberg, ein Reichskloster, das 1007 von Heinrich II. gestiftet wurde, nachdem er die Stadt Bamberg 995 von seinem Vater, Herzog Heinrich von Bayern, geerbt hatte.



Die früheste erhaltene urkundliche Erwähnung des heute größten Dorfes im Landkreis Lahr stammt aus dem Jahre 1016. Kaiser Heinrich II. schenkte damals dem Kloster Schuttern neben anderen Gütern ein Hofgut in diesem Dorf - "unum mansum in Fr(i)esenheim in comitatu Bertholdi in pago Mortinua". Das besagt, daß Friesenheim um diese Zeit zur Ortenauer Gaugrafschaft des Zähringers Berthold gehörte, in Friesenheim Königsgut war und daß mit dieser Schenkung das Kloster Grundbesitz im Dorf erhielt.

Friesenheim ist jedoch wesentlich älter als diese Urkunde. Das geht aus dem Ortsnamen hervor. Das Grundwort "heim" darin läßt darauf schließen, daß das Dorf wohl bereits im 6. Jahrhundert entstand. Es war der Mittelpunkt einer der Urmarken im heutigen Kreisgebiet. In ihr erstanden später die jüngeren Weiler-Orte Oberweier und Heiligenzell, das früher Ruotgereswilere hieß, ebenso aber auch Schuttern, dessen ursprünglicher Name Offunwilari lautete. Friesenheim ist damit auch älter als das dortige Kloster, das in seiner Frühzeit als Zelle in Offunwilari bezeichnet wurde. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts bezeugte diesen Zusammenhang der genannten Dörfer und des Klosters der gemeinsame Allmende- und Waldbesitz.


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