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Einzelbildnachweise Mariä Krönung Lautenbach

Die heutige Pfarr- und Wallfahrtskirche ist ein einschiffiger Bau mit vier Gewölbejochen Er ist von einem unregelmäßigen Netzgewölbe überspannt, das von in Hohlkehlen profilierten Halbpfeilerbündeln getragen wird Diese gehen in die Rippen des Gewölbes über. Neun Schlußsteine tragen vier aufgemalte Wappen Der älteren Kapelle ist vorangesetzt ein zweijochiger quadratischer Vorbau von 1897 dieser enthält ein Fenster auf der Nordseite und die Orgelempore die dem gegenüber liegenden Lettner nachgefühlt ist ohne ihn jedoch zu kopieren An diesen Neubau, der vom Altbau durch einen breiten Bogen getrennt ist schließt sich der ebenfalls von Meckel 1897 errichtete Turm auf der Nordseite an Er wurde nach dem Muster des Turmes von Niederlahnstein, der etwa aus der Bauzeit der Kapelle stammt (1480), gebaut Ebenfalls auf der Nordseite, in der Nordostecke, ist eine zweistöckige Sakristei so angebaut  daß sie genau auf der Ecke des Strebepfeilers sitzt und sich dann an den Chor anschließt Auch sie trägt heute ein gotisches Nerzgewölbe, im Gegensatz zu den Fenstern der Kirche aber geradsturzige Fensterchen Der Chor öffnet sich gegen das Langhaus in einem großen Spitzbogen Er ist schmaler und niedriger als das Schiff Sein Grundriß besteht aus einem Quadrat, an das sich eine Apsis mit fünf Seiten eines Achtecks anschließt Nur diese hat Fensteröffnungen: ein dreipfostiges Fenster in der Mitte, je zwei zweipfostige zu beiden Seiten desselben Die beiden anderen Chorjoche sind (wegen der angebauten Sakristei) ohne Fenster Die Decke ist über dem Hochaltar in Form eines Sternengewölbes gestaltet Der einzige Schlußstein, der sie zusammenhält, trägt das Bild Mariens mit dem Kinde Die Pfeiler sind nur bis zu halber Höhe heruntergeführt; sie stehen auf Konsolen Eine Tür am Ende der Südwand, dicht vor dem Lettner, führt in den Pfarrhof die andere gegenüber in die Sakristei Beide Türen sind geradsturzig Eine große, geradsturzige Nische im Ausmaß 2,40 : 2,00 m befindet sich im vorderen Chorteil Sie wird von Wingenroth als Kredenznische angesprochen Dafür ist sie zu groß und zu weit herunter gezogen  Da diese Seite auch nicht für eine Sediliennische in Frage kommt (die auf der Evangelienseite sein müßte) muß sie zu einern anderen Zweck bestimmt gewesen sein Nach der Klostertradition (Hardt) liegt Die Ausführung der Nische mit den beiden Schildplatten an der Unterseite der Rundstäbe scheint mir darauf hinzuweisen daß hier ein Epitaph geplant war, das aber nie zur Ausführung gekommen ist Die Rückwand dieser Nische zeigt ein nur einmal vorkommendes Steinmetzzeichen ähnlich dem des Hans Hammer in Strassburg Gegen den Altar zu ist noch eine kleine Sakramentsnische eingebrochen Der auf Steinstufen stehende Altarunterbau ist aufgemauert Zwischen Chor und Schiff ist, die ganze Breite überspannend, ein Lettner eingebaut Er hat fünf Gewölbebogen, von denen der mittlere durchbrochen ist so daß man zum Hochaltar im Chor sehen kann Der Durchbruch war einst durch eine Tür aus schmiedeeisernen Stäben verschlossen Der Lettner trägt eine mit reichem Maßwerk geschmückte Galerie in jedem Quadrat über den Gewölbebogen befinden sich vier 'Herzen' Kombinationen aus zwei Fischblasen, die für die ganze Kirche charakteristisch sind Vom Chor her führt eine ebenso geschmückte Wendeltreppe in einem interessanten Stabgehäuse auf den Umgang auf dem sich der alte Kreuzaltar befindet Die Unterseite ist wie die Decke des Schiffs mit einem Netzgewölbe und Schlußsteinen geschmückt In den Schlußsteinen sind (heute) die vier Evangelistensymbole, beiderseits von einern Mönch in der Mitte, der wohl den heiligen Norbert darstellen soll Die Evangelistensymbole auf den Schlußsteinen sind wohl später, da Gamans schreibt, daß auf diesen die Wappen der vor dem Lettner begrabenen Geschlechter eingemeisselt seien
 


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