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Sehenswertes Biberach


Ph. Ruppert über Prinzbach (heute ein Ortsteil von Biberach) Es ist schon früher der Fabel gedacht worden von der römischen Stadt Brinsbach und von den römischen Bergwerken daselbst; bei der Erzählung des Krieges zwischen Bischof Walter und der Stadt Straßburg wurde auch die Nachricht des Richerius Senon angeführt, daß die ergiebigen Silberbergwerke die Hauptquelle für Walters II. Macht und Reichtum gewesen seien. Das bestätigen auch die Colmarer Annalen, indem sie zu dem Jahre 1257 bemerken: "In Brusbach monte Brisgaudie inveniebatur argentum in magna quantitate"**) Aeltere urkundliche Nachrichten als diese sind mir nicht bekannt. Es ist wohl möglich, daß auf die Nachricht von der Entdeckung des Silberbergwerkes das vordem unbekannte und spärlich bewohnte Thal eine zeitlang in Aufschwung kam und die Zahl der Bewohner rasch stieg; aber eine Stadt war es eben nie.

Bei Kolb, der den groben Anachronismus nicht einmal bemerkte, und bei Berftett***) findet sich die Erzählung, daß die Stadt Brinsbach im Jahre 1008 am Charfreitage von den Freiburgern uberfallen und geplündert, die Schmelzöfen und Münzwerkstätten aber zerstört worden seien. Die früheste Angabe über dieses Ereignis habe ich in einem Geroldseckischen Copialbuch aus dem XVI. Jahrhundert gefunden, das selbst wieder angibt, sie einem alten Meßbuche entnommen zu haben). Vielleicht steht die Sache, wenn sie richtig ist, im Zusammenhang mit der Gefangennahme Walters im Jahre 1250 durch den Grafen von Freiburg. Bürger, die aus diesem Thale stammten und fich darnach benannten, hatte sowohl Freiburg, als auch Straßburg.
**) Böhmer, fontos II. 3. ***) Münzgeschichte p. 171. - (Johann Philipp Joseph Ruppert - Die Mortenau I - Mannheim 1882)

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