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Einzelbildnachweise historische Hofanlage Oberharmersbach

Der aus dem Jahre 1761 stammende Speicher stand früher beim 'Schwobelenzenhof' im Holdersbachtal 985 begann man mit dem Abbruch, um das Gebäude nach drei Jahren an seinem jetzigen Platz wieder zu errichten Zusammen mit der Mühle - mit einem Mahlwerk aus dem 19. Jahrhundert - und dem Backhaus vermittelt das Museumsareal auf dem Rathausplatz einen treffenden Einblick in die Lebens- und Arbeitsweise unserer Vorfahren Die Ausstellungsgegenstände, darunter eine 'Granat-Schleife', wurden von der Bevölkerung zur Verfügung gestellt Der Historische Verein Oberharmersbach stiftete Tafeln zum 'Freilichtmuseum' mit folgenden Inhalten 1989 drehten sich erstmals wieder die Mahlsteine der 'Alten Mühle', der letzten Bauernmühle in Oberharmersbachtal Die voll funktionsfähige Mühle vermittelt einen Überblick über den Aufbau, die Technik und die Arbeitsweise einer wassergetriebenen Mühle Das Mahlwerk wurde um ca. 1895 gebaut Viele Ausstellungsgegenstände führen den Besucher an die Aufgaben und Arbeitsschritte des Müllers heran Der aus dem Jahre 1761 stammende Speicher stand als denkmalgeschütztes Gebäude beim 'Schwobelenzenhof' im Holdersbach 1985 wurde er abgerissen und als Heimatmuseum originalgetreu wieder aufgebaut So enstand mit der Mühle und dem Backhaus ein Teil eines früheren Hofareals und gibt Einblick in die Lebens- und Arbeitsweise der Altvordern Das Reetdach, mit dem 1988 der Speicher vom 'Schwobelenzenhof' im Holdersbach beim Wiederaufbau hinter dem Rathaus gedeckt wurde, hat nunmehr 30 Jahre gehalten Zwar wurde der First schon einmal neu eingebunden, aber die Dachflächen zeigten immer deutlicher Schadstellen Die Totalsanierung stand seit mehreren Jahren im Raum und war nicht mehr länger aufzuschieben Nicht zuletzt aus Kostengründen gab der Gemeinderat mehrheitlich einem Ziegeldach den Vorzug Bei dieser Variante fallen immer noch Kosten von über 50.000 Euro an Eine neuerliche Eindeckung mit Reet hätte nahezu doppelt so hohe Kosten verursacht, einschließlich einer kürzeren Lebenszeit und einem höheren Unterhaltungsaufwand Auf einer Seite ist die Reeteindeckung bereits entfernt Je nach Witterung wird die Dachsanierung in den nächs­ten Wochen abgeschlossen sein Anlässlich des Deutschen Mühlentages öffnen sich die Türen der 'Alten Mühle' in Oberharmersbach Aufgrund seines Alters hatte der Speicher anfangs sicher ein Strohdach getragen Damals war das handgedroschene, meist aus der 'Rütte' stammende langhalmige Roggenstroh das ideale Deckmaterial, zumal es als besonders zäh und widerstandsfähig galt Das Strohdach war auch noch vor rund 150 Jahren allgemein üblich Erst feuerpolizeiliche Auflagen in der Mitte des 19. Jahrhunderts hatten Strohdächer bei Neubauten oder Neueindeckungen allmählich verdrängt

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Einzelbildnachweise Oberharmersbach Brandenkopf

Der Brandenkopf ist mit 945,9 m ü. NHN einer der höchsten Berge des Mittleren Schwarzwaldes Der Berg liegt im Ortenaukreis in Baden-Württemberg auf den Gemarkungen der Gemeinden Oberharmersbach, Fischerbach und Hausach, die Spitze selbst gehört zu Oberharmersbach Der Berg bildet den markanten Mittelpunkt zwischen den Tälern der Kinzig, der Wolf und des Harmersbachs Der Name des Brandenkopfes stammt von einem großen Waldbrand im Jahre 1730 Vor diesem Ereignis wurde der Berg Varnlehenskopf genannt Der Brandenkopf ist verkehrstechnisch mit Straßen und Wanderwegen (u. a. Hansjakobweg II und Verbindung zum 3,5 km entfernten Westweg) aus verschiedenen Richtungen gut erschlossen Seit 1929 existiert der 32 m hohe Brandenkopfturm, ein steinerner Aussichtsturm, der einen weiten Ausblick auf die Landschaft des Schwarzwaldes bietet, an klaren Tagen sogar bis zu den Alpen, Vogesen und Schwäbischen Alb Vor der Errichtung des steinernen Turmes hatten bereits hölzerne Vorgänger existiert Auf dem Turm ist die Relaisfunkstelle Brandenkopf DB0TN des DARC Haslach/Kinzigtal installiert Sie ist mit für den Relaisbetrieb im Sprechfunk und Packet Radio (9,6k) im 70cm Band und einem Umsetzer für das Automatic Packet Reporting System im 2-Meter-Band ausgestattet Es bestehen direkte Hamnet Links zu den Relais an der Hochschule Offenburg (DM0ZOG) und nach Freudenstadt (DB0SKF) Der Schwarzwaldverein unterhält auf dem Brandenkopf ein Wanderheim mit angeschlossener Gaststätte  Die günstige Lage des Berges mit 5,8 m/s durchschnittlicher Windgeschwindigkeit in 10 m Höhe wird durch eine Windenergieanlage genutzt Im Sommer 2002 wurde als zweite Windenergieanlage das Bürgerwindrad Brandenkopf ca. 350 m westlich des Wanderheims in Betrieb genommen Diese Anlage vom Typ Enercon E-58, die bei einer Nabenhöhe von 70 Metern (100 Metern Gesamthöhe) über eine Nennleistung von 1000 kW verfügt, produziert am Brandenkopf jährlich im Schnitt über 2.000.000 kWh elektrischer Energie und zählt damit innerhalb Deutschlands zu den besten Anlagen in ihrer Leistungsklasse Im Jahr 2006 wurden über 2280 Volllaststunden erzielt Am Brandenkopf liegt die 'Herrschaft Waldstein' über welche die Zeitung 'Badner Land' 1950 berichtet: Fast jedem Schwarzwaldwanderer ist der Brandenkopf bekannt An seinen Hängen dehnt sich düsterer Forst Dort balzt im Lenze der Urhahn, dort nisten Haselhühner und Tannenhäher, dort leben Rehe, Füchse und auch Schwarzwild Für den Freund von Wald und Wild, von Baum und Blume und Strauch ein wahres Eldorado Gen Süden murmelt ein Bach, der den Namen 'Waldstein' führt Alte Schreibweisen - Wal- und Wallstein - verraten uns mehr. Auch die Flurnamen Walengrund und Walschhalde zeigen auf die rechte Spur: Einstmals lebten die Walen oder Welsche, worunter wahrscheinlich Kelten zu verstehen sind. Vielleicht erinnert an sie auch die Heidenkirche, ein uralter Kultplatz mit steinernem Opfertisch Nach dem Bächlein bekam die Gegend im hinteren Teile des Tales den Namen Herrschaft Waldstein Sie war recht frühe im Besitz der Grafen von Fürstenberg Diese belehnten damit einen ihrer Dienstmänner, den Edelknecht Albert Ritter vom Waldstein Er wird 1275 erstmals in einer Urkunde erwähnt  Die Herren von Waldstein bewohnten eine Burg gleichen Namens, in nächster Nähe des 'hinteren Hofes' Bald nach dem Jahr 1500 verkaufte Konrad von Waldstein einen großen Teil seiner Güter im Kinzigtal und ließ sich in Pforzheim nieder

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Einzelbildnachweise Oberharmersbach St. Gallus

Schon bevor diese Kirche gebaut wurde, stand am gleichen Platz eine kleine Barockkirche Die Grundsteinlegung für die jetzige Kirche war im Jahre 1839 Nach sieben Jahren Bauzeit - aus einheimischem Sandstein im neuromanischen Stil erbaut - konnte sie 1846 eingeweiht werden Um die Jahrhundertwende wurde die Kirche komplett im neugotischen Stil ausgemalt, gleichzeitig erhielt sie farbige Kirchenfenster In den Jahren 1968 / 69 wurde die Pfarrkirche erstmals grundlegend renoviert Dabei wurden die Deckengewölbe im Mittel- und in den Seitenschiffen abgetragen und durch Holzbalkendecken (angepasst an den neuromanischen Stil) ersetzt Bei einem zweiten Renovationsabschnitt 1988 / 89 wurde die Kirche in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt und dem Erzbischöflichen Ordinariat wieder im Stil des 19. Jahrhunderts ausgemalt Ebenso wurden die noch erhaltenen Gemälde in den Apsiden der Seitenschiffe wie auch beim Choraufgang wieder freigelegt Im dritten und letzten Renovationsabschnitt 1990 wurde die Apsisausmalung im Chor originalgetreu wiederhergestellt Die Heiligenfiguren und Reliefs, welche bei der ersten Renovierung monochrom gefasst worden waren, erhielten in den Jahren 1998 / 99 durch Restaurator Fuggis aus Haslach wieder ihre ursprüngliche farbige Fassung Die Kirche ist 57 m lang, 24 m breit und 18 m hoch und bietet ca. 2.000 Sitz- und Stehplätze für Gottesdienstbesucher Die Bänke sind aus Eichenholz, der Fußboden ist Juranaturstein. Altar, Tabernakelstele, Ambo, Sedilien und Taufstein sind aus fränkischem Blaubankstein Im Jahr 2017 wurde die Kirche ein weiteres mal renoviert Neben dem Einbau einer neuen Heizungsanlagen und der Erneurerung der Elektrik wurde der Chorraum umgestaltet Unterm 26. Juni 1822 wurde das Direktorium des Kinzigkreises unter Berufung auf einen Bericht des Bezirksbaumeisters Voß beim Finanzministerium vorstellig wegen nötiger Reparaturen am Pfarrgebäude und am Kirchturm Schon 6 Jahre später wurden Verhandlungen gepflogen über die Notwendigkeit, die Kirche entweder zu vergrößern oder durch einen genügenden Neubau zu ersetzen Baupflichtig war für Turm und Chor das Domänenärar, für Langhaus und Sakristei die Gemeinde Da die Mittel der letzteren aber durch Schulhausbauten gänzlich erschöpft waren, erklärte sich Kath. Kirchensektion durch Erlaß vom 7. April 1829 damit einverstanden, daß die Kirchenbaufrage um 6 Jahre hinausgeschoben werde 1835 wurde sie auch rechtzeitig von der Kreisregierung wieder aufgerollt und von der Bauinspektion Offenburg ein Plan vorgelegt, den Kath. Kirchensektion (14. Juni 1836 Nr. 6811) als den Bestimmungen über Kirchenbauten entsprechend erachtete und auch die Gemeinde billigte Die Kosten hoffte man mit dem Erträgnis eines außerordentlichen Holzhiebes decken zu können; auch wurde die Bereitwilligkeit zu allen Hand- und Fuhrfrondleistungen ausgesprochen Nicht so prompt erfolgte die Zustimmung der Hofdomänenkammer Sie verlangte (27. April 1838) erst noch von der Bezirkgbauinspektion eine Äußerung, ob nicht eine einfache Vergrößerung des Langhauses den Raummangel zu beheben vermöchte, so daß Turm und Chor, also die ihrer Baupflicht unterstehenden Teile stehen bleiben könnten wenn nicht, welchen Beitrag die Gemeinde zu leisten bereit sei, wenn der Turm an die Kirchenfassade käme und ob aus den Gemeindewaldungen unentgeltlich Holz für den Bau abgegeben würde Bezirksbaumeister Rief gab am 15. Mai 1838 über die einzelnen Punkte klaren Aufschluß Eine Vergrößerung des bisherigen Baues sei ganz zwecklos; er sei für die Bevölkerung von 2200 Seelen um vier Fünftel zu klein und der im Untergeschoß des Turmes liegende Chor viel zu beengt Der Turm aber, seinem Mauerwerk nach etwa 250 Jahre alt, sei in den zwei untern Dritteln aus Stein, im oberen 1760 ausgeführten Drittel aus Riegelwerk und vor 10 Jahren einer bedeutenden Instandsetzung unterzogen worden Einen massiven Aufbau würde sein Unterbau wahrscheinlich gar nicht zu tragen imstande sein eine Erhaltung des Turmes sei daher nicht gut möglich Der neu geplante Turm komme in die Fassade und enthalte im Erdgeschoß die Vorhalle; seine gegen das Langhaus liegende und die Eingangstüre umschließende Seite sei bereits auf das Konto der Gemeinde verrechnet noch mehr Kosten aber auf diese abwälzen zu wollen, widerspreche der bisher in ähnlichen Fällen wie in Kürzell und Ortenberg üblichen Gepflogenheit An dem neu aufgestellten Plan Riefs hatte Bauinspektor Fischer von der Baudirektion in Karlsruhe auszusetzen, daß die Verblendung der Decke in Form von Gewölben eine ästhetische Unrichtigkeit sei, die der Kirche den Schein des Monumentalen geben solle und besser ersetzt werde durch eine flache Decke, die auch weniger hoch zu stehen komme daß durch die Erhöhung des Mittelschiffs in den Dachraum der obere Teil desselben etwas finster werde, weshalb noch vier weitere Fenster anzubringen seien und endlich daß der Chorbogen im Halbkreis, statt in einem Stichbogen geführt werden solle Die Pläne wurden darnach nochmals abgeändert; die Hofdomänenkammer war jetzt zur Tragung der ihr zustehenden Kosten bereit, falls die Gemeinde zu Fronden und zur unentgeltlichen Holzabgabe bereit sei, was auch ohne weiteres zugesagt wurde Die Kosten beliefen sich bei der am 5. April 1839 erfolgten Versteigerung auf 62.500 fl., wovon die Domäne 13.800, die Gemeinde 48.700 fl. zu tragen hatte Die Bauarbeiten wurden dem Werkmeister Dürr von Rastatt zugesprochen und alsbald in Angriff genommen Waren die einleitenden Vorverhandlungen verhältnismäßig rasch und reibungslos verlaufen, so sollte es bei der Bauausführung bald anders kommen

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Einzelbildnachweise Gallussäge Oberharmersbach

Bei der Gallussäge aus dem Jahre 1834 wurden umfangreiche Sanierungen durchgeführt Die Zulaufrinne wurde komplett erneuert Das Wasserrad aus Holz wurde ebenfalls erneuert und durch eine Kombination aus Holz und Stahl ersetzt Seit mehreren hundert Jahren machen sich die Menschen im Harmersbachtal die Wasserkraft zu Nutze In den Hochzeiten waren hier bis zu 60 Wasserräder aktiv Eines davon war die Gallussäge im Zuwälder Tal Die Hofsäge wurde im Jahre 1834 erbaut Mit Hilfe der damals reichlich vorhandenen Wasserkraft war es möglich, direkt vor Ort heimische Produkte, wie beispielsweise Baumstämme, zu verarbeiten Werkzeuge wie das Sägegatter, Mahlsteine, Hämmer, Schmieden und Dreschräder wurden von mehreren Zahnrädern betrieben Im 19. Jahrhundert beschränkte sich die Produktion nicht nur auf den Eigenbedarf des Gallushofes Erzeugnisse wie Mehl und Schnittholz wurden in Lohnarbeit hergestellt und an umliegende Abnehmer in der Region geliefert Im Jahre 1930 wurde die Säge erstmals erneuert Viele Werkzeuge, wie zum Beispiel das Sägegatter, sind bis heute gut erhalten Durch den vermehrten Ausbau des Stromnetzes wurde die Wasserkraft immer weniger in Anspruch genommen, was nach und nach zum Stillstand und zum Verfall des Wasserrades und der Wasserzuleitung der Säge führte 1993 schlossen sich die Familie Lehmann, die Gemeinde Oberharmersbach und der Historische Verein zusammen und erneuerten gemeinsam das Wasserrad und die Säge Mit einem Durchmesser von 4,5 Meter und einer Breite von 1,2 Meter war es den 40 Schaufeln des Holzrades möglich, jeweils 65 Liter Wasser zu fassen Im Herbst 2014 wurde das marode Holzrad abgebaut und durch ein Eisenrad ersetzt Für den Antrieb des Wasserrades wird das Wasser aus dem Zuwälder Bach in der Nähe des Gallushofes sowie ehemals vom Eckenbach bei der Kriegergedächtnisgrotte entnommen Das Wasser wird über Kanäle in Holzgerinne geleitet, die das Wasser auf das Wasserrad führten. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das lange Holzgerinne durch Tonrohre ersetzt, die eine Druckleitung bilden und das Wasser nach oben drücken Das Wasser wird in großräumig ausgeführten Wassergerinne weitergeleitet und auf das oberschlächtige Wasserrad transportiert, Von einem oberschlächtigen Rad spricht man, wenn das Wasser von oben auf das Rad fließt

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