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Einzelbildnachweise Kühnerhof mit Mühlenstübel

Im denkmalgeschützten Kühnerhof, einem Ensemble mit Mahl- und Sägemühle aus dem Jahr 1696, liegt unser liebevoll restauriertes Mühlenstübel Familie Kühner heißt Sie hier am Wochenende zu einem gemütlichen Frühstück, hausgemachtem Kuchen oder leckerem Vesperangebot herzlich willkommen Wir beziehen unsere Lebensmittel zum größten Teil direkt aus der Region oder aus hofeigener Herstellung Im urigen Ambiente inmitten des Hofes oder in der guten Stube im Haus des Müllers können Sie ungezwungen die Zeit stillstehen lassen und den Augenblick genießen Der Kühnerhof ist das älteste Gebäude-Ensemble in Sasbach Im Laufe seiner über 300-jährigen Geschichte erfolgten viele Veränderungen und Erweiterungen Seit 1845 ist der Hof im Besitz der Familie Kühner 15. Jahrhundert - Ältester Hinweis auf eine Mühle im Sasbachtal 27. Juli 1675 - In der Schlacht am 27.07.1675, in der der unter dem 'Sonnenkönig' Ludwig XIV dienende französische Marschall Turenne starb, fällt die Mühle wie die meisten Häuser in Sasbach dem Brand zum Opfer 1696 - Grundsteinlegung der neuen Mahlmühle durch Christoph Burger Symbole für Brot und Brezel weisen darauf hin, dass in der Mühle auch eine Bäckerei betrieben wurde 1786 - 'Eheberedung' zwischen Johann Georg Meyer und seiner Frau Darin werden zwei Wasserräder der Mahlmühle und ein auf dem Grundstück stehender Brunnen erwähnt Der Hof wird weiter ausgebaut 1833 - Der Sohn von Georg Meyer, Johann, baut eine Sägemühle an das Wohnhaus an Auf einer Steintafel ehren die Kinder Johann und Maria Sophia ihre Eltern Die Tafel ist heute im Denkmalhof des Sasbacher Friedhofs zu sehen 23. Februar 1842 - Leonhard Götzmann, Bürger und bisheriger Hirschwirt zu Gaggenau, kauft den Hof, die Mühle und die Liegenschaften für 16.100 Gulden Nach Leonhards frühem Tod verheiratet sich die Witwe Rosalie 1845 mit dem Müller Martin Kühner aus Oberweier bei Ettlingen 1864 - Die Mühle hat drei Mahlgänge und einen Schälgang und ist oberschlächtig Das Mühlwerk ist nach neuester Technik gebaut 10. Juli 1878 - Eduard Kühner übernimmt das gesamte Anwesen Neben seiner Tätigkeit als Müller war er in der Zeit von 1897 bis 1919 Bürgermeister von Sasbach 1919 - Eduard Kühner jun. führt die Geschäfte im Kühnerhof weiter Auch er war in der Zeit von 1928 bis 1933 und von 1945 bis 1965 Bürgermeister von Sasbach 1921 - Ersatz des Ein-Blatt-Sägegatters durch ein 'Stolzer'-Vollgatter, das bis 1962 in Betrieb ist Dank seiner massiven Bauweise ist es heute noch gut erhalten und im Vorführbetrieb zu sehen 1921 wurde das Ein-Blatt-Gatter durch das heute noch vorhandene Vollgatter der Firma Karl Stolzer aus Achern ersetzt In dieses Vollgatter können bis zu 20 Sägeblätter eingesetzt werden, so daß der Stamm in einem Durchgang in mehrere Bretter zersägt wird Das Gatter kann Stämme bis zu ca.85cm Durchmesser bearbeiten

Einzelbildnachweise Kühnerhof - Mahlmühle

Das Korn wird in die Tromela, welche in dem Rührstuhl hängt, geschüttet, um in dem Rührtrögle aufgefangen zu werden Durch das Rädle mit Holzwelle, welches am Rührstuhl befestigt ist, kann das Rührtrögle gehoben und gesenkt werden Dieser originelle Mechanismus mit Rührstecken und Rührring soll hier der Einfachheit halber weggelassen werden, wenngleich er für die gleichmäßige Beschickung der Mühlsteine mit Frucht von großer Bedeutung ist Das durch den Mahlvorgang gewonnene Produkt rutscht durch das Mehlrohr in den Beutel, welcher im Mehlkasten aufgespannt ist Im Beutel wird das Mehl mittels des Beutelsteckens ausgeklopft Dieser Beutelstock wird vom Zweischlag über einen Holzstock, welcher gleich dem Beutelstock im sogenannten Beutelmännle gehalten wird, bewegt Dieses Beutelmännle wiederum überträgt die empfangenen Schläge auf den Beutelstock Auf diese Art wird das Mehl als das feinere Mahlgut aus dem engmaschigen, gazeartigen Gewebe des Beutels geklopft und im Mehlkasten aufgefangen bzw. gelagert  Außerdem wird das Restgut durch die diagonale Aufhängung des Beutels nach unten geschüttet, wo es als Kleie oder Spelz durch den Kleiekotzer in das Kleientrögle fällt

Einzelbildnachweise Kühnerhof - Sägemühle

Die Sägerei wurde 1833 an das Wohnhaus und die Mahlmühle angebaut und war bis 1962 in Betrieb Auf dem Klotzplatz vor der Sägerei wurden die zu sägenden Holzstämme bereitgestellt Auf dem Klotzwagen wurden sie von diesem Lagerplatz aus zum Sägegatter hinaufgezogen  Anfänglich arbeitete die Säge mit einem Ein-Blatt-Gatter, d.h. bei jedem Durchgang wurde immer nur ein Brett gesägt 1921 wurde das Ein-Blatt-Gatter durch das heute noch vorhandene Vollgatter der Firma Karl Stolzer aus Achern ersetzt In dieses Vollgatter können bis zu 20 Sägeblätter eingesetzt werden, so daß der Stamm in einem Durchgang in mehrere Bretter zersägt wird Das Gatter kann Stämme bis zu ca.85cm Durchmesser bearbeiten In der Sägerei befinden sich außerdem eine Besäum- und eine Lattensäge Mit der Besäumsäge werden die rohen Bretter an den Rändern nachgearbeitet (besäumt), mit der Lattensäge können die Bretter mittels einer Anschlagvorrichtung auf ein bestimmtes Maß gesägt werden 1935 - Das Wasserrad der Sägemühle wird 1923 und 1939, das Mühlwasserrad 1943 ersetzt Zur Unterstützung des Sägemühlwasserrades wird 1935 ein 30 PS starker 1930er Jahre - Errichtung eines Stauwasserbeckens zur Regulierung der Wasserkraft der Mühlräder. Das Becken diente den Sasbachern auch als 'Schwimmbad', es war eines der ersten Freibäder in der Umgebung

Einzelbildnachweise Kühnerhof - Antriebstechnik

Die Transmission ist ein historisches Riemengetriebe und gehört zu den Zugmitteltrieben Typischerweise wurden Transmissionen in der frühen Industrialisierung eingesetzt, die Wurzeln der Konstruktion reichen in die Antike Ein zentrales Element bildet der Treibriemen (Transmissionsriemen) In der vorindustriellen Zeit wurden Wasserräder, Windräder und ähnliche Konstruktionen zum Antrieb von Maschinen genutzt Deren Leistungsfähigkeit war meist so gering, dass im Allgemeinen nur eine einzige Anlage an der Abtriebsseite angebracht war Für einen zweiten Mühlgang, einen zweiten Sensenhammer musste auch ein zweites Antriebsrad erstellt werden, oder durch Umschalten die erste Maschine stillgelegt werden Zur Übertragung der zentral erzeugten Kraft dienten Wellen aus Stahl und Riemenscheiben aus Gusseisen, die über Flachriemen, den Transmissionsriemen aus Leder, Textilband oder Stahlband verbunden waren Die Transmissionswellen wurden bevorzugt als eine an der Werkhallendecke verlaufende Welle ausgeführt, die durch die gesamte Halle, teilweise sogar in andere Gebäude oder Geschosse geführt wurden An den Stellen, an denen eine Maschine anzutreiben war, wurde mit einer Riemenscheibe ein Riemen zu dieser Maschine heruntergeführt Die Transmission war, solange noch keine Einzelantriebe zur Verfügung standen, eine Voraussetzung für industrielle, maschinengetriebene Fertigungs- und Bearbeitungsprozesse, da es erst durch sie möglich wurde, die von einer zentralen Energiequelle (z. B. Mühlrad, Verbrennungsmotor, Dampfmaschine) zur Verfügung gestellte Energie auf mehrere Maschinen zu verteilen und somit die bis dahin herrschende enge Verbindung eines Verbrauchers an 'seinen' Energielieferanten aufzulösen

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