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Einzelbildnachweise - St. Nikolaus und katholisches Pfarhaus Ichenheim

Da das Kloster Gengenbach seit altersher Patronatsrechte in Ichenheim besaß, finden wir überm Portal des aus dem 18. Jahrhundert stammenden Pfarrhauses in Ichenheim das Abtswappen von Gengenbach, und zwar jenes des Abtes Jakob Trautwein Das Wappen zeigt den Rebstock (Weintrauben) und den Reichsadler. An den letzten Abt des Klosters Schuttern Placidus III. Bacheberle erinnert das Abtswappen am alten Schutterner Abtsgebäude (später Amtshaus, heute Lehrerwohnung) Das Wappen zeigt in seinem unteren Teil das Klosterportal und darunter den Eber, der über den Bach schreitet In Ichenheim wie in Schuttern haben wir es zu tun mit sog. 'redenden' Wappen, die an den Namen des Wappenträgers anknüpfen Placidus Bacheberle war von 1786 bis zur Aufhebung des Klosters 1806 Abt von Schuttern. Er führte den Titel Königlich Kaiserlicher Hofrat In einem Beitrag über die wirtschaftlichen Grundlagen der Abtei Gengenbach. Das Kloster Gengenbach war es, das die Pfarrei Ichenheim gründete und diese im Jahre 1464 dem Kloster inkorporierte Der Ichenheimer Klosterbesitz des Klosters Gengenbach, das sogenannte 'Pfarrwittumgut', umfaßte etwa achtzig Morgen Der Gengenbacher Abt besaß in Ichenheim eine eigene Wohnung Dieses bezeugt die Wichtigkeit Ichenheims für die Abtei Der Abt durfte diese Wohnung auch noch nach dem Jahre 1803, noch der Aufhebung des Klosters, behalten Offenbar hat, so führt Dr. Hitzfeld weiter aus, die Kurie Ichenheim die Tätigkeit einer Verwaltungsschaffnei ausgeübt, und zwar für den Klosterbesitz der südlichen Ortenau, ohne daß freilich der Meier den offiziellen Titel 'Schaffner' trug Die oft schwierigen Fragen des Zusammenlebens zweier Religionsgemeinschaften und die Benutzung einer Kirche (Simultaneum) gibt es nicht mehr Mit Ausnahme der Kirche in Schutterzell, übrigens der letzten Simultankirche in Baden, sind alle Simultanverhältnisse mit mehr oder weniger Schwierigkeiten aufgelöst Zumeist wurden sie im 20. Jahrhundert einer Lösung zugeführt, indem die eine oder andere Religionsgemeinschaft eine neue Kirche baute wie in Kürzell, Ichenheim, Friesenheim, Kippenheim und Ottenheim Welche Abmachungen waren in Ichenheim getroffen worden? Auch darüber gab Dekan Dr. Burg Auskunft Keinesfalls wollte er die Ichenheimer Lösung als allgemeingültige Norm anerkannt wissen Dr. Burg schrieb von einer privaten Abmachung beider Konfessionen und wies die Meinung zurück, die Ichenheimer Lösung sei die Folge einer hohen Anordnung Beide Ichenheimer Konfessionen hatten sich auf eine gemeinsame Nutzung des Chors geeinigt und auf den beweglichen Tisch der evangelischen Konfession verzichtet

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