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Einzelbildnachweise Lierbacher Tor - Oppenau

Von der ehemaligen Befestigung steht nur noch das Tor gegen das Lierbachtal zu, das wohl nach dem Brande im 16. Jh. erneuert wurde es öffnet sich in einfachem abgefasten Spitzbogen gegen das Tal zu, flacher Bogen gegen die Stadt, mit steinernen Halten für die Angeln Außen am Scheitel in Stuck angeklebt in Rocaillekartusche das bischöflich Rohansche Wappen Oberhalb der Stelle, an der sich die Rench mit der Lierbach zur eigentlichen Rench vereinigt, dehnt sich, der Lierbach nach, das Städtchen Oppenau aus Es hat heute hauptsächlich seine Bedeutung als Ausgangspunkt nach den berühmten Rench- und Kniebisbädern sowie dem Kloster Allerheiligen Es bildete von jeher einen zentralen Punkt des 'Hintergetöses' im Renchtale Hintergetös und Vordergetös sind durch eine Gebirgsenge, das Getös, bei Hubacker getrennt und seit alten Zeiten erwähnt und hatte in älteren Zeiten schon dadurch eine grosse Bedeutung, daß es an einer uralten, über den Kniebis führenden Heer- und Verkehrsstraße liegt, die hinter Oppenau 'an der Steig' emporstieg und ehemals ein Glied des kürzesten Verbindungsweges zwischen Wien und Paris bildete Der Ort wird indessen erst zirka 1070 genannt. Ursprünglich anscheinend Reichsgut kam er 1316 unter König Friedrich von Habsburg, dem Gegenkönig Ludwigs des Bayern, durch Verpfändung in die Hände der Bischöfe von Straßburg, die ihn wie Oberkirch zur Stadt erhoben und befestigten Von diesem Ereignisse an wird von der Anlage Oppenaus - dessen Stadtmauern jedoch erst 1383 erstmals erwähnt werden, während die Stadterhebung wohl weiter zurückdatiert - des näheren gesprochen werden können Die ersten planmäßigen Anhaltspunkte über die Anlage der Stadt gibt uns kein Geringerer als der berühmte Baumeister Heinrich Schickhardt, jedoch erst aus dem Jahre 1615 Jn seinen von Heyd 1902 herausgegebenen Handschriften und Handzeichnungen ist zu lesen (S. 349): oppenaw ist den 21. Aug. 1615 biß an dreü Heiser faßt allerdings auff dem Boden henweg verbrunen, daher Ir F G. (Fürstliche Gnaden) mich auch in Gnaden abgefertigt und befohlen das (daß) ich ein Abriß zu der ganzen Statt machen soll, wie dieselbig in besserer Ordnung, dan sie vor (vorher) gewesen, wiederumb mecht zu erbauwen sein, welchem ich auch gehorsamlich nachgesetzt Von den aus diesem Aulaß hergestellte Rissen Schickhardts besitzt dass königl. Staatsarchiv zu Stuttgart - Bausachen Nr. XXIV - deren drei von denen wir zwei hier wiederzugeben in der Lage sind Der eine, jener mit den zahlreicheren Örtlichkeitsbezeichnungen, ist wohl das Konzept, während der andere die Ausarbeitung sein wird Mit Hilfe dieser Risse läßt sich die ursprüngliche Anlage gegenüber der heutigen Ausdehnung der Stadt genau feststellen Gehen wir von dem mit 'Kürch' bezeichneten Punkte der Ausarbeitung aus Wir sind hier 'an der Kapell' beim heutigen Hause des Küblers Adolf Schweiger
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