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Einzelbildnachweise St. Arbogast - Haslach

St. Arbogast ist die römisch-katholische Pfarrkirche von Haslach im Kinzigtal Die Pfarrgemeinde gehört zur Seelsorgeeinheit Haslach im Dekanat Offenburg-Kinzigtal des Erzbistums Freiburg und betreut zusätzlich die Filialkirchen St. Josef im Stadtteil Bollenbach sowie Maria Königin im Stadtteil Schnellingen Das Kirchengebäude vereinigt gotische, frühklassizistische und neoklassizistische Teile Das Arbogast-Patrozinium lässt auf frühe Einflüsse aus Straßburg schließen, war der 618 gestorbene Heilige doch Bischof von Straßburg Ein romanisches Tympanon (siehe unten) bezeugt eine Kirche im 12. Jahrhundert Jedoch wird St. Arbogast erst 1328 schriftlich erwähnt Damals verkauften die Herren von Geroldseck ihre Rechte an der Kirche an die Fürsten zu Fürstenberg Die Einführung des evangelischen Bekenntnisses 1542 durch Graf Wilhelm von Fürstenberg (1491–1549) blieb Episode Schon unter seinem Bruder Friedrich II. von Fürstenberg (1496–1559) wurde der katholische Glaube wieder eingeführt Für die Seelsorge wichtig wurde der Bau eines Kapuzinerklosters in Haslach ab 1630 Um 1481 wurde die romanische Kirche durch eine spätgotische Hallenkirche mit einem Chor mit 3/8tel-Schluss ersetzt Am erhaltenen Westturm ist die Jahreszahl auf einer von Stabwerk umrahmten Platte eingemeißelt Im Januar 1779 – Pfarrer war Franz Schaller (1715–1789) – schildert ein Bericht die Kirche als 'am Dach als Bühnewerck so ruinos und vermodert, daß es besonders in dem Chor auf den Altar herunter regnet, und zu befürchten stehet, daß die Bühne herabfalle, und den Priester auf dem Altar totschlage' Der fürstenbergische Baudirektor Franz Joseph Salzmann gutachtete, die Kirche könne zwar 'mit vielen Kosten wiederum auf eine gute Zeit repariert werden, allein bleibt es doch immerhin ein zu tief in dem Boden stehendes, unschickliches, unkommodes und irregulares Gebäu' 'Ich wäre des ohnmaßgeblichen Dafürhaltens, daß man auf die Herstellung einer ganz neuen Kirchen antragen sollte' Im Jahr darauf legte Salzmann einen Plan und ein Angebot für 3.960 Gulden vor Er bekam gegen Konkurrenten den Zuschlag mit der Auflage, die alten Altäre, Kanzel und Bänke sorgfältig abzubrechen und zur Wiederverwendung zu verwahren Der gotische Turm wurde beibehalten und daran ein Schiff von vier Fensterachsen und ein Chor mit wiederum 3/8tel-Schluss angesetzt Im Herbst 1781 konnte der zwischenzeitlich ins Kapuzinerkloster verlegte Gottesdienst in der neuen Kirche aufgenommen werden Die Stuckierung übertrug man Johann Joseph Meisburger aus Freiburg im Breisgau Die aus der alten Kirche übernommenen Altäre empfand man bald als unbrauchbar Für die beiden Seitenaltäre griff man 1782 den Vorschlag Meisburgers – 'der in allhiesiger Pfarrkirchen die Stokkatorarbeit mit vollkommener Approbation verfertiget' – auf, seine für die Kartause Freiburg geschaffenen Altäre zu übernehmen, die nach der Aufhebung der Kartause überflüssig geworden waren Sie wurden mit neuen Altarblättern von Johannes Herrmann ausgestattet. Einen neuen Hochaltar bekam die Kirche erst 1792. Sein Meister ist unbekannt

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