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Die Burg Hohengeroldseck auf dem Schönberg

  die Schönberg-Paßstraße zwischen Lahr und dem Kinzigtal beherrschend, zerstört seit 1689 Durch das unterste Burgtor (1) gelangt man in die Vorburg (2) Eine starke Futtermauer (3) sicherte den Burgweg außerhalb des Tores gegen den steilen Berghang und stand mit der äußeren Umwehrung der Burg durch Wall und Palisadenzaun in Verbindung welche die ganze Außenseite der Ringmauer (5) umgaben findet man heute nur noch allgemeine Umrisse, besonders südlich des Ruprechtsstockes (6) durch eine starke Toranlage gedeckt Durchschritt man diese 2,75 m weite Toröffnung so kam man in das Vorwerk (8), ein sich verengendes Trapez von 9 auf 4,5 m auf das Plateau der niederen Burg (9) führte. Dieses ist 95 m lang, 60 m breit und zum größten Teil in den Bereich der Ringmauer (5) eingezogen die ursprünglich 9 m hoch und 2,10 dick war. Sie hatte einen hölzernen Wehrgangaufbau in einer Höhe von 6,35 m und an geeigneten Stellen Erkerausbauten (Scharwachtürmchen) Am Nordwestzug der Ringmauer anstoßend stehen Reste von 2 Seitenmauern (10) ehemals ein zweigeschossiges Wirtschaftsgebäude, Südwestlich vom vorderen Palas sitzen in der Mauer abgebrochene Konsolsteine (5a) einer Steintreppe nach dem Wehrgange In der südlichen Kehre der Ringmauer sind Baureste des Ruprechtsstocks (6) erhalten Das an die nordöstliche Ringmauer angefügte Hofgebäude (11), mit einem Rundturm in der Mitte, war Wohnhaus für die Dienerschaft In der Mitte der niederen Burg (9) erhebt sich ein 6-8 m hoher Porphyrfelsen, auf welchem die eigentliche Bürg mit 2 Palassen das alte oder hintere Hus (12) und das neue oder vordere Hus (13) stend und in dem dazwischen gelegenen Burghof (14) zwei kleinere Wirtschaftsgebäude (15 und 16) mit leichterem Mauerwerk Den Aufgang zum eigentlichen Schloß bildete eine in der Nordecke beginnende Treppe (17) die zwischen dem hier dem Felsen vorgelegten Brunnenhaus (18) und der Nordmauer des neuen Hauses (13) emporführte und über eine Zugbrücke (19) hinüber rechts umbiegend in den Burghof (14) mündete Das Hauptaugenmerk wendet sich dem hinteren Palas zu Seine Längsseiten, innen gemessen, betragen ungefähr 24 m Außen ist die Höhe dieser 2-1m dicken Mauern vom Plateau bis zur Oberkante des Traufgesims nahezu 26 m  Die Gesamthöhe des Südostgiebels einschl. Felsen ist 33 m. Von der wirkungsvollen Abtreppung der Giebel sind am großen von 9 Stufen noch 7, am Schmalen von 6 noch 3 Stufen vorhanden Man betritt das Innere des vierstöckigen Ritterhauses durch ein spitzbogiges Tor von 2,30 m Höhe. Die innere Leibung der Tornische läßt durch Löcher und Rillen noch die alte Konstruktion der Torflügel erkennen Das Erdgeschoß umfaßte 5 Räume, kellerartig und zur Verteidigung, von denen der dem Treppenturm (20) benachbarte Raum nur von diesem und durch die zugemauerte Schlupftüre (14a) vom Burghof aus zugänglich war  Im zweiten Stock war die Ritterwohnung. Über der unteren Eingangstür (14b) beginnt, von Backsteinen gemauert, ein schmaler Schacht Das dritte Stockwerk scheint den eigentlichen Zwecken der Prunkentfaltung gedient zu haben Sie mußten bei der Restauration 1892-1901 durch Doppelsäulchen bzw. durch einen Granitpfosten gestützt werden Das oberste Geschoß enthielt Wohnräume für die Frauen. In der Südwestecke des alten Palas steht der runde Treppenturm (20), der in einem schlanken, achteckigen Helm endigte dessen unterste Quader mit dem energisch gekehlten Gesims sich noch vorfinden. Die obersten Reste der Ruine einschl. des Treppenturmes, auf dem der Turmhelm aufgesetzt war, ergeben aus einiger Entfernung gesehen mit dem Giebel des alten Hauses das Bild eines mächtigen Löwen in Lauerstellung Am Turm, sowie am Mas selber findet sich eine stattliche Anzahl Steinmetzzeichen welche denen am Storchenturm zu Lahr verwandt, In ihrer Form auf das 13. Jahrhundert hinweisen Gegenüber dem alten Hus erhob sich das neue (13), heute nur noch in den Grundmauern erhalten und hatte im umgekehrten Sinne die gleiche Form wie der hintere Palas Von der inneren Raumgestaltung fehlen, abgesehen vom Keller in der Nordwestfassa.de und der darüber liegenden Kapelle, alle weiteren Merkmale Auch in diesem Palas vermittelte ein Treppenturm (21) den Zugang zu den verschiedenen Stockwerken 1390 brannte dieser Palas durch Blitzschlag nieder und wurde wieder weit herrschaftlicher neu erstellt In das harte Urgestein hatte man einen 65 m tiefen Brunnenschacht gesprengt und darüber das Brunnenhaus (18) mit Verteidigungsanlage gebaut selbst wenn die ganze untere Burg, der Hauptaufgang und sogar der obere Burghof in Feindeshand waren Die Erbauung der Burg fällt in die Jahre der Frühgotik, also um 1250. Sie wurde während ihres Bestehend mehrmals belagert, so im Jahre 1426 und 1486 Die endgültige Zerstörung erfolgte durch die Franzosen 1689 Die Hohengeroldseck blieb von da an dem Verfall überlassen In den Jahren nach 1860 regte das Grhzgl. Bezirksamt Lahr erstmals Maßnahmen für die Erhaltung der rascher dem Untergang verfallenenden Ruine an
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