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Einzelbildnachweise Jakobuskapelle Wolfach

Die an einem Berghang südlich der Kinzig gelegene Jakobuskapelle Wolfach gehört zur Pfarrei St. Laurentius in Wolfach im Ortenaukreis, Baden-Württemberg Sie ist Wallfahrtsziel am 25. Juli, dem Jakobustag. Hauptzierde ist neben der Lage das Ensemble der drei barocken Altäre Die Geschichte der 1275 erstmals erwähnten Wolfacher Pfarrei St. Laurentius geht ins 11. Jahrhundert zurück Hinweise zur Geschichte der Kapelle finden sich in den Bruderschafts-Büchern der Wolfacher Bruderschaft zum heiligen Jakobus um einen guten Tod, die der Konstanzer Bischof Franz Johann von Prasberg 1664 genehmigte Das erste Bruderschafts-Buch verbrannte 1694 Das älteste erhaltene von 1710 berichtet, im Jahr 1033 habe ein 'frommer Bruder namens Conrad von Kalb' den Grafen Heinrich VI. von Fürstenberg um Erlaubnis zur Errichtung eines Jakobus-Kirchleins gebeten Die Jahreszahl '1033' kontrastiert aber mit der Lebenszeit Heinrichs VI., der 1490 in St. Laurentius bestattet wurde Darum wird sie in der Regel auf '1433' korrigiert 1983 feierten Wolfach und St. Laurentius das 550-jährige Bestehen der Kapelle Doch gibt es andere Hinweise auf ein höheres Alter, so Mauerreste in römischer Straßenbauweise in der Nähe, wonach hier die römische Kinzigtalstraße auf halber Höhe am Berg vor Hochwasser geschützt verlief Die Straße könnte im Mittelalter als Teil eines Jakobs-Pilgerwegs benutzt worden sein Der Wolfacher Graf Maximilian Franz von Fürstenberg, Erbauer des Schlosses Wolfach, erwähnt in einer Urkunde von 1679, die Kapelle sei 'vor Ohngefahr 600 Jahren anfänglichen erbauen worden.' Es gab also im 17. Jh. eine feste Überlieferung, die Anfänge der Jakobuskapelle gingen ins 11. Jahrhundert zurück Schließlich trug die im Ersten Weltkrieg abgelieferte Kapellenglocke die Jahreszahl 'ANNO DNI MCCCCXXVII', 1427 Im Jahr der Entstehung der Bruderschaft 1664 weihte Franz Johann von Prasberg auch eine 1659 bis 1660 erbaute Jakobuskapelle – erbaut auf den Fundamenten von vermutlich mehreren Vorgängerkapellen, von denen eine 1540 auf Befehl von Wilhelm von Fürstenberg zerstört worden war, der für kurze Zeit, von etwa 1543 bis 1548, in Wolfach die Reformation eingeführt hatte Bereits 1680 wurde die Kapelle von 1659/1660 mit Unterstützung Maximilians Franz von Fürstenberg durch eine größere ersetzt, die jetzige Dabei wurde die bei der Kapelle entspringende Quelle dank einer Spende der Schwestern des nahen Klosters Wittichen als Brunnen links vom Haupteingang neu gefasst Über dem Haupteingang wurde eine Außenkanzel angebracht An der Talseite wurde eine kleine, dem heiligen Antonius von Padua geweihte Kapelle mit einem Heiligen Grab hinzugebaut Die Hütte des die Gebäudes betreuenden Einsiedlers oder Mesners wurde durch einen Massivbau ersetzt Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts erhielt die Jakobuskapelle ihre barocke Ausstattung Unter dem von 1880 bis 1897 an St. Laurentius tätigen Pfarrer Gustav Rieder wurde das Innere neugotisch übermalt und die Antoniuskapelle neugotisch umgebaut Das Mesnerhaus wurde um ein Ökonomiegebäude mit einer Toilettenanlage erweitert Bei einer gründlichen Renovierung 1952 bis 1953 wurden neugotische Übermalungen entfernt, so dass die Kapelle 'ihren lichten, frohen, barocken Charakter' zurückerhielt 1982 bis 1983 erfolgte eine Außensanierung. An der Antoniuskapelle wurde die neugotische Bemalung erneuert Das Innere ist ein heller, volkstümlich-prächtiger, elfenbeinweiß ausgemalter Raum, in dem ein gerundeter Triumphbogen das Schiff vom polygonal schließenden Chor trennt Das Schiff überspannt eine kassettierte flache Holzdecke, den Chor die Andeutung eines Rippengewölbes Das Chorgewölbe ist mit kleinen grünen Sternchen verziert. Die Kassettendecke schmückte der aus der Nähe von Wolfach stammende Konrad Schmider (1859 - 1898) mit einem Gemälde Maria, auf Wolken stehend, schützt Wolfach, signiert Den hinteren Teil des Schiffs nimmt eine große, auf zwei Holzsäulen gestützte Empore ein
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