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Einzelbildnachweise St. Mauritius Biberach-Prinzbach

Die erste Kirche war ein Rechteckraum, viel kleiner als das heutige Schiff, mit östlich angeschlossenem Rechteckchor Im 13. Jahrhundert wurde das Schiff in der heutigen Größe neu aufgeführt und über dem Chor ein Turm errichtet Nach Kriegszerstörungen mussten das Schiff und der Turm oberhalb seiner beiden unteren Geschosse in den Jahren 1699 bis 1701 wiederum neu gebaut werden So blieb die Kirche, abgesehen vom Anbau einer Sakristei 1867 und der Krönung des Turms mit einer neuen, höheren Pyramide 1935 1950 bis 1970 erhielt das Schiff eine neue Holzdecke und eine Heizung Bei den Erdarbeiten traten die Fundamente der ersten Kirche zu Tage. Die letzte Innenrenovation erfolgte 1983 bis 1990 Vom Dorf her nähert man sich der Ostseite der Kirche, also dem Chorturm, auf dessen quadratischen Untergeschossen eine achteckige Glockenstube und dann der Helm aufsitzen  In der Ostwand des untersten Geschosses öffnet sich ein spitzbogiges Zwillingsfenster, in der Glockenstube öffnen sich Rundbogenfenster Das nahezu quadratische Schiff wird jederseits durch vier Rundbogenfenster, in der Westwand durch zwei Oculi beleuchtet Schiff und Turm sind schiefergedeckt. Bis auf rote Eckquader, Fenster- und Türrahmungen ist das Äußere weiß getüncht Zum Ensemble gehören der Friedhof rund um die Kirche mit einem Sandsteinkreuz von 1762, eine Lourdesgrotte von 1913 und das Pfarrhaus von 1863 mit Scheune und Stallungen Der letzte Pfarrer, der den Hof noch selbst mit Knecht und Magd bewirtschaftete, war Wilhelm Berger (1834–1901)  Er gründete 1866 die Kongregation der Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu in Gengenbach und ruht auf dem Friedhof Wer von der Ludwigstraße, wo sie sich ins Kinzigtal hinuntersenkt, nach Prinzbach abbiegt und von der Höhe auf das stille Dörfchen im Tal hinunterblickt, der ahnt nicht, daß da einstens eine Stadt lag Eine richtige mittelalterliche Stadt mit Wall, Stadtgraben, Stadtmauer und zwei Stadttoren, davon eines das  In ihrer Blütezeit im 13. Jahrhundert soll sie gegen 1.000 Einwohner gehabt haben Zwar hat die landesgeschichtliche Literatur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts schon von einer solchen Stadt gesprochen Aber spätere Schriftsteller wie Ruppert 'Geschichte der Mortenau' (1882), Gothein 'Wirtschaftsgeschichte des Schwarzwaldes' (1892) und Wingenroth 'Die Kunstdenkmäler des Großherzogtums Baden' 7. Band Kreis Offenburg (1908) kommen alle zum Ergebnis: 'Eine Stadt war Prinzbach nie' Erst in neuester Zeit sind diese Schriftsteller korrigiert worden Es ist das Verdienst des Alemannischen Instituts in Freiburg (Prof. Friedrich Metz), eine systematische Forschung veranlaßt zu haben  Im Generallandesarchiv in Karlsruhe schlummerten die Akten und Urkunden, die Hektor Amann und Rudolf Metz in den Stand setzten, uns über 'Die Bergstadt Prinzbach im Schwarzwald' zu berichten Es ist das Verdienst unseres zeitgenössischen Forschers der Barockbildhauerei Hermann Brommer, den Künstler namhaft gemacht zu haben, der den Prinzbacher Choraltar geschaffen hat Brommer entnehmen wir: Philipp Winterhalder ist am 2. Mai 1667 als Sohn des Bildhauers Johann Conrad Winterhalder in Kirchzarten geboren Der Vergleich des Dambacher Altars mit dem allein von Philipp geschaffenen Prinzbacher Altar drängt dieses Urteil auf. Doch vielleicht lag es auch am Gelde der Auftraggeber
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