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Einzelbildnachweise Heilig Kreuz-Kirche & Grimmelshausendenkmal

Heilig Kreuz: Erbaut wurde die Hallenkirche 1816/17 nach Plänen von Friedrich Weinbrenner (1766-1826), geweiht wurde die Kirche Hl. Kreuz am 19. Oktober 1817 Heilig Kreuz: Ab 1800 entwickelte Friedrich Weinbrenner als Baudirektor des Großherzogtums Baden einen klassizistischen Stil, den nach ihm benannten Weinbrennerstil, welches das Stadtbild von Karlsruhe prägte Heilig Kreuz: Schon 1795 befand sich die alte Kirche in einem 'völlig baulosen Zustand' Heilig Kreuz: Wiederholt erschreckte während des Gottesdienstes ein plötzliches Krachen im Gebälk und Mauerwerk derart die Gläubigen, daß alles die Flucht ergriff, so auch zweimal in den Weihnachtstagen, woran 'ein eiliges Entfliehen und abermalige Beschädigung mehrerer Personen geschah' Grimmelshausendenkmal: Grimmelshausen ist aus einer Gelnhauser Handwerkerfamilie hervorgegangen, deren Ahnenreihe auf ein schon 1177 bezeugtes thüriingisches Adelsgeschlecht zurückreichen dürfte, das sich nach seinem Stammsitz im Meiningenschen de Grimoldeshusen nannte Grimmelshausendenkmal: Während für die Jugendgeschichte des früh seines Vaters Beraubten aus den Akten leider nicht viel zu gewinnen ist, eröffnet der Zusammenhang mit dem Namen Schauenburg einen reichen Quell späterer Lebensnachrichten Grimmelshausendenkmal: In dem Regiment zu Fuß, das der Kommandant der Festung Offenburg, Freiherr Hans Reinhard von Schauenburg, als kaiserlicher Oberst 1639 anzuwerben hatte, befand sich der junge Mußqvetirer Grimmelshausen, der im Winter vorher als Dragoner des Feldmarschalls Grafen von Götz im Schwarzwald gelegen hatte Heilig Kreuz: Die Gemeinde beschloß jetzt beim Bauerngericht die Errichtung einer Notkirche, 'einer Hütte aus Bauholz mit Verkleidung' auf dem Kellerplatz des Schwarzacher Klosters, wofür sie sich aber einen Verweis der bischöflichen Regierung in Straßburg zuzog wegen nicht eingeholter Genehmigung Grimmelshausendenkmal: Seit 1645 ist er als Schreiber in der Regimentskanzlei des Obersten sicher nachweisbar Grimmelshausendenkmal:  Im Juni 1648 finden wir ihn als Regimentssekretarius des bayerischen Obersten Freiherrn von Elter, der ein Schwager Schauenburgs war und als Oberstleutnant in seinem Regiment gestanden hatte Grimmelshausendenkmal: Am 30. August des nächsten Jahres ging er in Offenburg eine katholische Ehe ein und erhielt wenige Tage später durch das Vertrauen seines ehemaligen Kommandeurs eine ehrenvolle Versorgung als Schaffner des Schauenburgschen Gemeinbesitzes in dem Dorf Gaisbach im unteren Renchtal Grimmelshausendenkmal: Nach zehnjähriger Schaffnertätigkeit, die er mit Pferdehandel und Weinbau sowie dem Betrieb einer Gastwirtschaft verband, verlor er indes infolge des unberechtigten Mißtrauens seiner Brotherren sein Amt und übernahm 1662 die Vogtei auf der benachbarten Ullenburg Heilig Kreuz: Bei der langen Dauer dieses Zustandes, der schlechten Akustik und der mangelhaften Beschaffenheit dieser Notkirche, die weder gegen Kälte noch gegen Regen und Wind genügend Schutz bot und nach Auffassung des Amtes Appenweier eher einem Schafstall denn einem Gotteshaus glich Heilig Kreuz: Risse lagen um diese Zeit zwar schon vor, aber es war nicht abzusehen, wann sie ausgeführt werden sollten Heilig Kreuz: Darum bat Kommissar Burg, 27. März 1811, das Generalvikariat um nachdrürkliche Betreibung dieser Kirchenbauangelegenheit. Bezüglich des Risses bemerkte er grundsätzlich Heilig Kreuz: Die Frage der Mittelbeschaffung brachte der baupflichtigen Gemeinde indes noch auf einige Jahre schwere Sorgen, um so mehr, als sie auch nochmals eine zweite Notkirche erstellen mußte, da die bisherige in den langen Jahren morsch geworden war Heilig Kreuz: Die Oberleitung der Bauarbeiten, die 1816 nach der Versteigerung am 1. Februar ihren Anfang nahmen und am 19. Oktober 1817 mit der Benediktion abgeschlossen wurden Heilig Kreuz:  Zur Ausführung kam der neue von Weinbrenner selber entworfene II. Riß mit einer Kostenberechnung von 25.875 fl, daher verlangte das Kreisdirektorium auch (22. Mai 1816), daß der Name des Oberbaudirektors in die Grundsteinurkunde komme Heilig Kreuz: Die einschiffige Kirche weist in einfachster Form den Typ des Weinbrennerschen Klassizigmus auf Heilig Kreuz: Das Innere etwas nieder und gedrückt, war zuerst dreischiffig, mit Säulen, geplant. Der aus der Fassade aufwachsende Turm, nächstverwandt dem der evangelischen Kirche in Karlsruhe, wenig hoch, mit einem auf Konsolen ruhenden Balustradenaußengang etwas über Dachfirsthöhe und darüber die Schallöffnungen mit einem vom Bogenansatz aus umführenden Gurtgesims

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