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Einzelbildnachweise Appenweier - Rathaus

Dass Appenweierer Rathaus wurde 1765 von Vogt Simon Bruder als Gerichtsgebäude erbaut Bruder war als 'bauwütiger' Vogt bekannt (mehrer Kirchen wurden im Amt während seiner Regentschaft erbaut) und lies es bei der Erbauungs des Gerichtsgebäudes 'an Prunk und Größe' nicht fehlen Das Haus - ein stattlicher Barockbau mit sieben Achsen - traufseitig zur Straße - mit barockem Mansarddach zu den Giebelseiten gewalmt und fünf Achsen auf der Giebelseite ist in der Tat ein großzügiger Bau für das seinerzeitige Landgericht Appenweier Errichtet wurde das Haus in zwei Stockwerken über einem großen Wein- und zwei Speisekellern und umgeben war es zur Zeit der Erbauung von einem großzügigen Gelände in geschlossenem Hof und einem eigenen Brunnen Die Fenster sind in Sandsteingewänden gefasst und werden im Sturz korbbogig geschlossen Sockel und und massiges Gesims in Sandstein vermitteln - genau wie die stark ausgeprägten Ecklisenen - ein statisch 'gedrungenes' Gesamtbild, was der Persönlichkeit Bruders durchaus zu entsprechen scheint Bruder war nicht nur - wie bereits erwähnt - nicht nur 'bauwütig' sondern auch ansonsten einem handfesten Streit durchaus nicht abgeneigt, wie Otto Kaehni in der Zeitschrift des historischen Vereins der Ortenau zu berichten weiß Der 1697 in Unterharmersbach geborene Bruder trat in die Dienste der Landvogtei Ortenau und war in den 30er Jahren seines Jahrhunderts Stabhalter in Urloffen 1742 wurde er Vogt des Appenweierer Gerichts und zwölf Jahre später erwarb er in Offenburg sein Privathaus Die Baupläne zum Gerichtshaus in Appenweier legte Bruder so großzügig aus, der er sich herber Kritik des damaligen Landesherrn August, Markgraf von Baden unterziehen musste Vielleicht hatten aber auch die Bürger des Gerichts einfach genug vom Bauen, denn Zeit seines Lebens war der Vogt ein aktiver Bauherr gewesen Nach einem Bericht seines Sohnes Benedikt hatte Simon Bruder seit 1725 im Gebiet des Landgerichtes Appenweier in Nußbach, Urloffen, auf dem St. Wendel und in Appenweier neue Kirchen gebaut, in Nußbach dazu noch eine neue Schule, und die Kirche von Zimmern war renoviert worden und hatte eine neue Orgel erhalten Alles dies war geschehen, wie Benedikt seinen Vater verteidigt, 'auf Begehren' und 'Anverlangen' der Bürger. Alles dies hatte aber auch Geld und Frondienste gekostet, vielleicht hatte man Angst vor neuen Lasten, als man den stattlichen Bau in Appenweier heranwachsen sah

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