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Einzelbildnachweise St. Cyprian und Justina Kappel - Kappeler Kirche

Fährt man von Grafenhausen weiter hinaus zum Rhein Richtung Kappel, begrüßt zuerst der stattliche Glockenturm von St. Cyprian und Justina - der katholischen Kirche von Kappel Dahinter schemenhafft ein großes Gebäude - die alte Schule, wie sich beim Besuch von St. Cyprian und Justina herausstellt Bereits im Jahre 1737 wurde hier eine neue Kirche gebaut Im Laufe des folgenden Jahrhunderts war die neue Kirche für die rasch anwachsende Pfarrei zu klein geworden So ging Pfarrer Dr. Joseph Vitus Burg an die Erweiterung die im Jahre 1827 vollendet war  Es war nun ein mächtiges Gotteshaus, mit 1300 Sitzplätzen Ein schwerer Schlag traf das Gotteshaus am 14. Februar 1945 (Aschermittwoch) Unter Artilleriebeschuss vom Elsass her, wurde neben zahlreichen Gebäuden auch die Kirche und Pfarrhaus völlig zerstört Am 6.Oktober 1947 wurde der Grundstein zum Wiederaufbau gelegt Am 30. September 1948 war Richtfest des Turmes welcher eine Zwiebelform bekam Mit berechtigtem Stolz wurde dann am 1. Oktober 1949 Richtfest am Langhausschiff gefeiert Zum Gebrauch für den Weihnachtsgottesdienst 1949 wurde das Gotteshaus mit Notgestühl, provisorischen Fenstern, Not-Türen und Beleuchtung versehen Bis die Inneneinrichtung vollständig vollendet war, vergingen wegen Materialknappheit und Währungsreform noch einige Jahre An Weihnachten 1955 wurden dann die 5 neuen Glocken geweiht welche seither für ein schönes Geläut sorgen Ein herrliches Kunstwerk in der Kirche ist die Statue einer Madonna von einem unbekannten Meister aus der spätgotischen Zeit um das Jahr 1500 Das Deckenbild des irischen Glaubensbote Fridolin welches im Krieg 1945 zerstört wurde, wurde nach Beschreibungen älterer Bürger bei der Innenrenovierung im Jahre 1988 neu gemalt  In diesem Zusammenhang wurde auch der Altarraum neu gestaltet Die Kreuzigungsgruppe welche ehemals für die Kirche St. Peter und Paul in Lahr 1964 gefertigt wurde, wurde dort bei einer späteren Innenrenovierung ausgelagert und fand so hier wieder seine Verwendung

Einzelbildnachweise St. Cyprian und Justina Kappel - Innenausstattung

Hier hat der Ortspfarrer, der Bischöfl. Commissarius Dr. Vitus Burg mit großer Umsicht, Zielklarheit und Tatkraft in kurzer Zeit einen Kirchenneubau an Stelle des zu klein gewordenen Gotteshauses über alle Schwierigkeiten hinweg durchzuführen verstanden Die Baupflicht war geteilt, zwischen der Herrschaft für Turm und Chor, und der Gemeinde für Langhaus und Altäre Am 1. Mai 1826 berichtete Burg an das Generalvikariat über den von Bauinspektor Voß in Offenburg ausgearbeiteten und von der Großh. Baudirektion (Weinbrenner) in Karlsruhe verdesserten Riß, wonach die alte Kirche Von 1737 als Chor stehen bleiben solle; dadurch würde der Neuban geräumig genug und böte keinen Anlaß zu Beanstandungen wie bei so vielen Kirchen Noch im Sommer dieses Jahres wurden die Bauarbeiten in Angriff genommen und schon im Frühsommer 1828 ging er der Vollendung entgegen Unter den vielen Kirchen, welche seit dem letzten Decennium in Baden aufgeführt wurden möchte diese, meint Burg am 26. Mai 1827, dem mindesten Tadels ausgesetzt werden können Altäre und Kanzel lieferte nach eigenen Entwürfen in Stuckmarmor Jod. Wilhelm um 2.830 fl. (1827) Der Hochaltar war 'in griechischer Architektur mit 4 Säulen' aufgebaut  Auf der Mensa neben dem Tabernakel waren zwei betende Cherubim angebracht Die Farben des Stuckmarmor waren teils schwarz, teils grau, teils rot und eine zurückhaltende Vergoldung an einigen Stellen Als Altarblatt wurde eine alte Darstellung der Kreuzabnahme, signiert 'von Schlichten 1727', die Burg in Heidelberg erworben hatte, verwendet Das Domänen-Ärar, das für diese opulentere Form des Hochaltares die Kosten nicht übernehmen wollte, gewährte wenigstens einen Beitrag von 350 fl. (17. Febr. 1828) Die Seitenaltäre entsprechen in Architektur und Ton dem Hauptaltar; auf den rechten kam jetzt ein Bild der zwei Patrone von Maler Kranek, 'der sich hauptsächlich als Porträtmaler betätigt', und an dessen Entwurf Burg manches auszusetzen gehabt hatte auf den linken die Darstellung der Gottesmutter, von dem Maler Mattenheimer aus Bamberg Burg hatte, geglaubt, die Frl. Ellenrieder würde sich wenigstens aus Erkenntlichkeit entschließen, von ihrer Kunst ein Denkmal in die hiesige Kirche zu verfertigen Zur Vervollständigung der Innenausstattung suchte der Pfarrer und Kommissarius noch um Genehmigung zur Errichtung eines ganz niederen Kreuzaltares nach 'für die dort eingeführte deutsche Listurgie, an der das Volk sich besser erbauen könnte, wenn es ihr folgen könnte  Es soll darauf nur ein kleiner Tabernakel, ein kleines Crucifix und ein kleines, im Besitze Burgs befindliches Bild aus der Schule von Albrecht Dürer kommen, so daß der Hochaltar nicht verdeckt würde Das Generalvikariat erteilte, 31. Mai 1827, die Genehmigung auch für den Kreuzaltar, bemerkte aber bezüglich der Seitenaltarbilder: Der Maler Kranek hat uns bisher keine Skizzen eines Altarbildes vorgelegt. Derselbe scheint uns aber nach den Bildnissen, die wir von ihm kennen, zu einer solchen Arbeit wenig geeignet
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