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Einzelbildnachweise Schloss Neveu - Hespengrund Durbach

Dem Schloß Staufenberg gegenüber einige hundert Meter in westlicher Richtung liegt im Hespengrund das Stammgut des Freiherrn von Neveu, Grundherr in Windschläg Früher hatte hier der Freihof derer von Ratsamhausen gestanden Nach mannigfachem Besitzwechsel errichtete auf dem Gutsgelände der französische General von Ried in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine Musterwirtschaft durch eine vorbildliche Futterkräuterpflanzschule Das schöne Gut wurde im Jahre 1803 von der Familie von Neveu erworben und zum Stammgut erklärt Das stattliche Herrenhaus wurde im 19. Jahrhundert erbaut und dient der Familie des Majorats- und Grundherrn von Neveu als ständiger Wohnsitz Die Archivalien, die in den letzten Monaten geordnet und verzeichnet worden sind, berichten von der reichen Geschichte dieser Familie Wie der Name verrät, ist sie französischer Herkunft, aber seit drei Jahrhunderten in der Ortenau ansässig In dieser Zeit hat das Geschlecht unserer Heimat eine stattliche Reihe großer Persönlichkeiten geschenkt, die im politischen, militärischen und kirchlichen Leben führend hervorgetreten sind Der Ahnherr, Charles Neveu de la Folie, mit dem das Geschlecht zum ersten Male in der Ortenau auftritt, steht in hellem Lichte vor uns Er stammte aus der Provinz Anjou Der Hintergrund, vor dem sein Leben abläuft, war die Zeit des Dreißigjährigen Krieges Er war ein echter Söldnerführer und wurde von der Gestalt des großen Schwedenkönigs mächtig angezogen Frankreich hatte sich mit ihm gegen Habsburg verbündet  Im Heere Gustav Adolfs hat er gedient bis zur Schlacht bei Lützen 1632 Nach der Schlacht, in welcher der König gefallen war, trat er in das kaiserliche Heer über Die Beweggründe kennen wir nicht. Im Dienste Habsburgs stieg er zu hohen militärischen und politischen Stellen auf Wir begegnen ihm auf allen Kriegsschauplätzen. Im Mai 1634 war er an den Kämpfen um Regensburg beteiligt, das König Ferdinand II. den Schweden entriß Dann zeichnete er sich im September 1634 in der Schlacht bei Nördlingen aus, in welcher die Schweden eine vernichtende Niederlage erlitten Als Anerkennung erhielt er von Generalfeldzeugmeister von Reinach das Kommando in der oberen Markgrafschaft 1636 wurde er nach Brandenburg gerufen und kämpfte bei Wittstock, wo die Schweden dank der Feldherrnkunst Baners über die Kaiserlichen siegten Sein Draufgängertum bewieser am Oberrhein, wo um die Schlüsselfeste Breisach ein heftiger Kampf entbrannt war
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