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Einzelbildnachweise Heimat- und Weinmuseum Durbach

Das Museumsgebäude mit Baujahr 1780 war ursprünglich ein typischer Rebhof Von 1877 bis 1967 diente das Gebäude als 'Pfründnerhaus', d.h. als Alters- und Pflegeheim für alte, arme und kranke Bürger aus Durbach Mehrere Jahre diente das Anwesen als Wohnhaus bis schließlich durch die Winzerschaft die Einrichtung eines Wein- und Heimatmuseums angeregt wurde 1984 wurde auch das Touristbüro des Verkehrsvereins im Gebäude untergebracht Seit der Gründung des Vereins Wein- und Heimatmuseum im Jahre 1982 wurden stetig Exponate zu verschiedenen Themenbereichen - insbesondere für den Bereich Weinbau gesammelt Das Museum präsentiert Ihnen heute in 13 Räumen und auf dem ganzen Areal des Museumsgeländes über 700 Exponate darunter viele für die Durbacher und Ebersweierer Ortgeschichte, das Brauchtum, Weinbau, Land- und Forstwirtschaft bedeutende und interessante Bilder In einem gesondert stehenden Bienenhaus wird vom Imkerverein die Bienenzucht in alter und neuer Zeit dargestellt Hof- und Vorplatz sind nicht nur für Feste geeignet, sondern zeigen auch eine Anzahl von Bäumen und Sträuchern, die typisch für bäuerliche Anwesen oder bereits selten anzutreffen sind Die Sortenvielfalt des Durbacher Weinbaues wird in einem Für Gruppen können Führungen – auch außerhalb der Öffnungszeiten – gebucht werden Das Wein- und Heimatmuseum präsentiert im Museumsgebäude auf vier Stockwerken
das Leben der Bauern und Winzer der vergangenen Jahrhunderte. Im Freigelände erwartet Sie eine Scheune mit noch fahrbereiten historischen landwirtschaftlichen Wagen ein Brenn- und Backhaus, eine Küferwerkstatt, eine Mahlmühle, ein Imkerhaus mit Bienenstöcken eine Plungerpume (einmalig) und auf dem Trippel eine Auswahl von landwirtschaftlichen Geräten Zum 'Pfruendnerhaus' - der Zeit vor der Museumszeit In den Zeiten vor der Gründung des Deutschen Reiches und insbesondere der Bismarck'schen Sozialgesetze war es üblich, Arme und 'Sieche' (Kranke) in Armenhäusern und Spitalen zur Versorgung unterzubringen So hatte auch Durbach seit 1870 im heutigen Wein- und Heimatmuseum ein 'Pfruendnerhaus' Zur Unterbringung von alten und kranken Knechten und Mägden oder sonstigen alleinstehenden Einwohnern kaufte die Gemeinde im Jahre 1870 in der Ortsmitte von Durbach ein eingeschossiges Bauernhaus Es wurde zum Pfründnerhaus (Spital) umgebaut und konnte insgesamt 24 Personen aufnehmen Allerdings waren die Räumlichkeiten nach heutigen Maßstäben sehr bescheiden Ebenso bescheiden war die Versorgung der Pfründnerhaus-Insassen, die, soweit sie noch eine Tätigkeit verrichten konnten  im zugehörigen Garten unter Anleitung der betreuenden Schwestern zur Selbstversorgung mithalfen Im Übrigen waren sie von den geringen, evtl. zur Verfügung stehenden Renten, Spenden und der Unterstützung der Gemeindekasse abhängig Mit welch sparsamen Mitteln gewirtschaftet wurde, zeigt der Einblick ins Tagebuch des Pfründnerhauses vom März 1930 In diesem Zeitraum waren neben zwei Schwestern noch ca. zehn weitere Insassen zu versorgen Das Badgeld war eine kleine Einnahmequelle, denn das Pfründnerhaus hatte seit 1926 in einem Nebengebäude ein Badezimmer und eine Waschküche Dreimal in der Woche wurden Bäder verabreicht Es war nur eine Badewanne für Pfründner wie für Ortsbewohner vorhanden Das Wasser hierzu wurde seit 1902 von einer 100 m entfernten Quelle am Kochberg bezogen Im Jahre 1854 herrschte im ganzen badischen Land eine große Not Das Großherzogliche Oberamt in Offenburg sah sich veranlasst, aus verschiedenen Stiftungen und Hilfsfonds Mittel an die notleidende Bevölkerung zu geben Die Stabsgemeinde Durbach wurde deshalb am 17. Februar 1854 um Rückmeldung auf folgendes Schreiben gebeten: 'Der Nothstand der ärmeren Classe nimmt wegen Mangel an Nahrungsmittel und Brod fast mit jedem Tag mehr zu, so daß für dieses Frühjahr zur Unterstützung der Armen außergewöhnliche Maßnahme und Hülfe geboten ist' 'Der Gemeindevorstand hat binnen 8 Tagen zu berichten welche Anordnung zur Unterstützung der Ortsarmen daselbst etwa bereits getroffen worden sind oder wie solche beabsichtigt werden' Nach einem Aufruf an die Bevölkerung meldeten sich schließlich 180 Familien mit zusammen 725 Personen aus den Stäben Heimburg Obernesselried-Illental, Bottenau und Gebirg und baten um Unterstützung. Weitere Familien meldeten sich noch nachträglich
 
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