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Einzelbildnachweise Schauenburg Oberkirch

Über der Stadt Oberkirch erhebt sich als markantes Wahrzeichen die Schauenburg oberhalb des Dorfes Gaisbach, einem heutigen Stadtteil von Oberkirch Der Name der Burg stammt aus dem Althochdeutschen Aufgrund des heutigen Zustandes der Burgruine läßt sich ein gutes Bild der bis ins 18. Jahrhundert unversehrten Burg rekonstruieren Das oblonge Plateau, auf dem die Burg steht, ist von einer 1,5 - 2 m starken Mauer aus Bruchsteinmauerwerk mit Bossenquadern an den Ecken umschlossen  Diese Ringmauer ist zugleich die Außenwand der daran anstoßenden Gebäude Auf der Angriffsseite war die Burg durch eine starke Schildmauer von 3,70 m Stärke geschützt Sie steht heute noch in einer Höhe von 8,20 m. Zwischen der hohen Ringmauer, die die Gebäudegruppe der Burg umfaßt, und dem Burggraben sind die 2 m dicken Mauern des Zwingers An der Nordostecke des Zwingers ist ein bastionartiger, runder Vorsprung erkennbar, der wohl nichts anderes ist, als das öfters ausgebesserte Bollwerk Zwei weitere Bastionen von fast fünfeckigem Grundriß liegen nach Norden und Südosten In dem südöstlichen Bollwerk befindet sich das tonnenförmige Burgverlies das nur oben einen Zugang hatte und ungefähr 7 m tief ist Über diesem Verlies befindet sich eine interessante Schießscharte Im Westen außerhalb des Grabens erkennt man jetzt noch Grundmauern einer Vorburg die hauptsächlich aus Wirtschaftsgebäuden und Ställen bestand Es sind dort noch viereckige Steinkassetten (50 cm tief und ca. 80 x 80 cm im Quadrat) erhalten Das Ende dieser Mauer schließt im Norden mit einer großen Schießscharte ab, die der Ostseite zugewendet war  so daß man den Burgweg zur nordöstlichen Ecke mit Schießwaffen bestreiten konnte. Um die ganze Burg herum zieht sich ein künstlich vertiefter Graben Dieser war früher bedeutend tiefer; er nahm das Regenwasser von den Dächern sowie die Abwässer der gesamten Anlage auf Nach einer Urkunde von 1405 war der Graben außerdem von einem Bächlein durchflossen  Dieses Bächlein wird in Gefahrenzeiten auch den Graben zusätzlich mit Wasser gefüllt haben Ein zweiter Zwinger bzw. Wall war um den Burggraben herum angelegt von dessen Mauern sind heute noch Spuren im Südwesten und Nordwesten zu finden Von Süden gelangt man zum Burgtor Wenn man früher dieses Tor durchschritten hatte, befand man sich vor der Zugbrücke die zudem merkwürdigen Brückenbau in den oberen Zwinger hinüberleitete Dieser Brückenbau schob sich vom oberen Zwinger aus in den Graben hinein In seinem Untergeschoß betrat man eine Art Wachtstube mit schmalem Türschlitz und liegenden Scharten Dahinter lag ein längerer, oben durch Fenster erhellter Raum Die Zugbrücke kann wohl erst über diesem Kellergeschoß angelegt gewesen sein Hier waren die Mauern des Baues von Wehrgängen begleitet, die auf Rundbogen ruhten Unter dem Rundbogenfries der Westseite beobachtet man einen Entlastungsflachbogen Da der zweite Zwinger, in den dieser Bau führte, etwa 7 m unter dem oberen Burgniveau lag, muß eine Treppenanlage zu dem nahen Torhaus emporgeführt haben Die Gebäudegruppe innerhalb der Ringmauer bestand aus mehreren Einzelgebäuden Der nordwestliche Wohnturm, ein unregelmäßiges Viereck von ungefähr 8x7 m innerer Weite und bis zu 2m dicken Wänden, zeigt noch die Einteilung in 5 Stockwerke Das Kellergeschoß wurde nach Westen und Norden mit schlichten Lichtluken erbaut  Im zweiten Geschoß, das wahrscheinlich zu Wirtschaftszwecken gedient hat, sind ebenfalls Lichtluken angebracht worden An der Südwand befindet sich noch eine größere verputzte Fläche; in ihr sind Treppenstufen erkennbar die zur Eingangstür des Gebäudes im Stockwerk darüber führten Dieses Stockwerk und die beiden darüber gelegenen dienten ausschließlich zu Wohnzwecken Alle drei mit Wohnräumen ausgestatteten Stockwerke hatten nach Westen je ein großes Fenster, neben denen jeweils ein Doppelspitzbogenfenster mit Sitzen angebracht war Über dem 3. und 4. Stockwerk kann man an der Süd- und Nordwand einen Gurt als Auflager der Balken erkennen an der Nordwand des 3. Stockwerkes eine spitzbogige Eingangstür, zu der man mittels einer Holztreppe gelangen konnte
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