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Einzelbildnachweise Maria zu Ketten Zell a.H.

Maria zu den Ketten ist eine Wallfahrtskirche in Zell am Harmersbach, einer Stadt im Ortenaukreis von Baden-Württemberg, am Zusammenfluss von Harmersbach und Nordrach gelegen, die gemeinsam in die Kinzig münden Die Kirche gehört zur Zeller Pfarrei St. Symphorian und damit zum Erzbistum Freiburg  Ihre Geschichte und Gestalt haben besonders der Lehrer und Heimatforscher Franz Disch (1870–1948) und der als Seelsorger in Zell am Harmersbach tätige Kapuzinerpater Adalbert Ehrenfried erforscht Die heutige Kirche wurde in vier Etappen gebaut Vom Bau von 1480 stammen der Turm, der Chor mit seinem Netzgewölbe und der östliche Teil des Langhauses bis zu der Mauerecke nah der Kanzel 1654 wurden Schäden aus dem Dreißigjährigen Krieg beseitigt – die Kirche war zwar, wie die Legende berichtet, nicht zerstört worden, hatte aber doch gelitten  In einer zweiten Etappe wurde um 1700 das Langhaus nach Westen verlängert 1715 wurde der jetzige Hochaltar errichtet 1739 entstanden die Sakristei östlich des Chors und das darüberliegende Mesnerhaus Man brauchte aber auch mehr Platz für die Gläubigen Eine weitere, dem Platzbedarf entsprechende Verlängerung nach Westen in Langhausbreite hätte ins Gebiet der Stadt (damals Freien Reichsstadt) Zell gereicht Um Zwistigkeiten bezüglich der Hoheitsrechte vorzubeugen, baute man ein westliches Querhaus, den 'Zwerchbau' In der vierten Etappe 1910 bis 1911 schließlich wurde doch nach Westen auf Zeller Boden erweitert, und zwar in der Breite des alten Langhauses Das alte Portal wurde dabei in die neue Westfassade eingefügt Im 20. Jahrhundert wurden vier größere Renovierungen durchgeführt, die letzte von 1985 bis 1987 Das alte Portal mit einer Figurennische hebt sich durch seinen roten Sandstein vom gelben Sandstein der Fassade von 1910/11 ab Im Osten des Langhauses geben Seiteneingänge links und rechts Zutritt Die ehemals gotisch-spitzbogigen Fenster des östlichen Langhauses erhielten bei der Erweiterung von 1700 Rundbögen Im Chor sind die Spitzbogenfenster geblieben, aber ohne ihr Maßwerk Der Chor schließt in drei Seiten des Achtecks  Er besitzt ein sechsteiliges Rippengewölbe, während das Vorchorjoch kreuzrippengewölbt ist Die Rippen ruhen auf achteckigen Konsolen Auf dem Kirchplatz steht in einer Vertiefung, zu der fünf Stufen hinabführen, ein Brunnen von 1790 Zuunterst tragen zwei Putten Ketten. Darüber steht auf einem mit Voluten und Rocaillen geschmückten Postament die Maria Immaculata mit dem Jesuskind auf einer Weltkugel Eine weitere Marienstatue, von 1710, steht in der Supraporta des Kirchenportals  In gelbem Sandstein ist darüber ein großes Relief der Krönung Mariens angebracht Unter Maria halten zwei Putten eine zerrissene Kette, weiter unten stehen die vierzehn Nothelfer Das Deckengemälde in der Mitte der Kirche zeigt oben auf einer Wolke schwebend und von Engeln verehrt das Gnadenbild, anders als heute in barocken Gewändern Darunter geschehen vor der Silhouette von Zell mit einem Turm, der Wallfahrtskirche vor der letzten Verlängerung und St. Symphorian die Kettenwunder: rechts die Heimkehr des Mannes aus Schuttern mit der zerrissenen Kette, links die schwedischen Soldaten und der vergebliche Versuch, die Kette zu Hufeisen umzuschmieden Die vier Gemälde um das Hauptbild zeigen Mariengeheimnisse: die 'unbefleckte Empfängnis', die Geburt Marias, die Verkündigung des Herrn und die Aufnahme Marias in den Himmel Die historischen Eisenketten hängen links und rechts am Chorbogen Die zwei Ewig-Licht-Ampeln wurden im 17. Jahrhundert von Augsburger Goldschmieden hergestellt Der Hochaltar von 1715 ist ein barockes Kunstwerk mit gedrehten Säulen sowohl im Hauptgeschoss als auch im Auszug  In der Mitte steht über dem Tabernakel das Gnadenbild, eine Madonna aus der Zeit um 1350 Strahlenkranz, Krone und Zepter wurden in der Barockzeit hinzugefügt Joseph Dettlinger hat sie in Gold gefasst. Die barocken Gewänder sind heute entfernt

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