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Einzelbildnachweise Hof - Turm Gröbern Zell a.H.

Wenn man mit der Oberharmersbacher Nebenbahn von Biberach nach Zell fährt, erblickt man rechts drüben am Fuße des Gebirges einen massiven im Quadrat erbauten Turm mit Giebelziegeldach vielfach wird er für eine Kirche im Scheuernstil der Bodenseegegend und des Schweizerlandes gehalten Dem ist nicht so. Wir haben hier die stolzen Ueberreste des ehemaligen Schlosses Gröbern vor uns In nächster Nähe des Turmes, der in einem von einer starken Mauer umgebenen Gelände, dem ehemaligen Tiergarten, liegt, befindet sich der Gutshof Gröbernhof, bestehend aus stattlichem Wohnhaus mit Wirtschaft und einem gewaltigen Oekonomiegebäude Den Leser der 'Ortenau' dürfte ein kurzer geschichtlicher Abriß der Geschichte dieses Hofes interessieren Den Namen verdankt der Hof wahrscheinlich einem großen Leichenfelde, das sich in fränkischer oder alemannischer Zeit der nächsten Umgebung befunden haben mußte 'Bei den Gräbern', oder wie es in den ältesten Aufzeichnungen heißt, 'bi denen Greberen' entstand eine Siedelung und das hier ansässige Geschlecht nannte sich 'von Grebern', aus welchem eine urralte Adelsdynastie entstand, von welcher wir einzelne Mitglieder urkundlich nachweisen können Vom Jahre 1332 an finden wir wiederholt Schultheißen von Zell a. H. dieses Namens, so 1370 einen Tann von Grebern, 1522 einen Jakob von Grebern, 1568 einen gleichen Namens Mit Georg von Grebern scheint um des Jahr 1582 das Geschlecht erloschen zu sein Diese Herren von Grebern beherrschten von ihrer 'Veste' aus den Eingang zum Harmersbacher Tale das 'Schloß', wie es später heißt, scheint eine Art Wartturm gewesen zu sein Eine gründliche Durchforschung der älteren Geschichte der Stadt Zell dürfte mancherlei Licht in das Dunkel der Geschichte des Gröbernhofes bringen Im Dreißigjährigen Kriege und den nachfolgenden französischen Raubkriegen muß der Hof und mit ihm der alte Turm verwüstet worden sein Um das Jahr 1690 herum erwarb der Stättmeister Johann Meyenhofen in Zell a. H. das gesamte Anwesen Dieser bekleidete neben seiner Zeller Ratsherrenrwürde das Amt eines kaiserlichen Oberkriegskammissärs im Schwäbischen Kreis und wurde im Jahre 1695 vom Kaiser in den Adelsstand erhoben nnd nannte sich 'Herr von und zu Grebern' Er hat die Gebäude und den Turm, der eine Tiefburganlage aufweist, wiederherstellen lassen, was sich aus einer Inschrift mit dem Wappen der Familien Mayerhöffer und Eberhard, welches sich über dem Eingang zum Turm befindet, schließen läßt Diese Inschrift lautet: 'Johann von Mayerhofen von und zu Grebern, Maria Cleopha von Mayerhofen geb. von Eberhard'

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