derOrtenauerHerzlich willkommen beim Ortenauer

Sie müssen die Texte nicht lesen - einfach Ton anschalten, den Text markieren und den kleinen Lautsprecher über der Markierung anklicken. speaker32

Viel Spaß beim Hören und Sehen


Ihr Ortenauer


Bilderkatalog anlicken:

 

Einzelbildnachweise Amtshaus Oberkirch

Zu den in der Zeit zwischen 1689 und dem Ende der bischöflichen-straßburgischen Stadtherrschaft im Jahr 1803 entstandenen Steinhäusern gehört einmal das 1701 fertiggestellte große Haus in der Hauptstraße dessen Bauherr der damalige Oberkircher Oberamtmann Johann Evangelist von Bodeck war und das heute verschiedene Dienststellen Es ist ein breitgelagerter traufseitiger Bau mit erhöhtem Giebel über einem dreieschossigen, dreiachsigen Mittelteil Die Seitenteile sind zweigeschossig und ebenfalls dreiachsig  Über den Traufdächern befinden sich je zwei Mansarden Weitere Kennzeichen dies[es] Gebäudes sind ein hohes Kellergeschoss mit zwei ebenerdigen runden Kelleröfnungen und ein hoher doppelläufiger Treppenbau der 1960 zurückgesetzt wurde, ferner 2 x 4 Fensterachsen Über dem Portal befindet sich das Wappen der ehemaligen Herrschaft Oberkirch und des Johann Evangelist von Bodeck Zur Zeit der Erbauung des und nahm ihnen ihr Amtshaus und den Amtmann unter Zuhilfenahme seiner 'württembergischen Beziehungen' und suchte seinen Machtkreis auszuweiten. Hierzu berichtet Josef Börsig aus Bottenau Nicht weniger schroff als unter Herzog Friedrich von Württemberg sollten dazu im Frühjahr 1700 die neuen Maßregeln durchgeführt werden So waren auch ihre Wirkung und ihr Erfolg keine anderen, wobei noch merkwürdig ist, dass Württemberg bei dem Unternehmen auch den bewaffneten Arm lieh Der Unwille der Bevölkerung machte sich in Unruhe und Zusammenrottung Luft und richtete sich vor allem gegen den Oberkircher Obervogt Johann Evangelist von Bodeck Nicht mit Unrecht, denn Freiherr von Bodeck war es auch der von dem ihm befreundeten Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg 700 bis 800 Mann Truppen anforderte mit denen die Oppenauer ihr Städtchen eines Morgens unversehens besetzt fanden Die Bauern und Bürger hatten dem Militär – während 'doch Oppenau. ein stattlicher Pass in das Reich seye' wie sie dem obersten Reichsgericht mit deutlicher Spitze gegen den ausländischen Sitz der Landesherrschaft nachher klagten und dabei klug die Interessen des Reiches einspannten die Einwohner des Städtchens aber hatten die Soldaten nicht nur zu unterhalten sondern jedem Mann auch noch 5 Batzen für den Tag zu verabreichen
Hoch zum Bilderkatalog