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Der Hornberger Schwarzwaldbahn-Viadukt

Der Hornberger Eisenbahnviadukt ist eine 1924 bis 1925 errichtete Gewölbebrücke der Badischen Schwarzwaldbahn und überspannt das Reichenbachtal in Hornberg Es ist der einzige Viadukt der Schwarzwaldbahn Der Viadukt ist 150 m lang, 24 m hoch und besitzt sieben Bögen von je 14,50 m lichter Weite, die auf sechs Pfeilern und zwei mächtigen Widerlagern ruhen Es besteht aus etwa 14.000 m³ Beton und ist mit etwa 3800 m³ Granitsteinen verkleidet Durch den Bau konnte eine alte, zwischen 1869 und 1871 errichtete zweigleisige Stahlbrücke ersetzt und die Gleisanlagen auf drei Gleise erweitert werden Dies wurde durch den zunehmenden Verkehr und den Einsatz schwererer Lokomotiven notwendig Die bei Eröffnung der Bahn im November 1873 in Betrieb genommene Brücke bestand aus einer Gitterwerkkonstruktion achtfachen Systems mit |-förmiger Gurtung und Streben aus abwechselnd [-Eisen und Flacheisenstäben  Jedes der beiden Gleise, von denen im Jahre 1873 zunächst nur das rechtseitige (westliche) ausgeführt worden war, erhielt zwei Hauptträger über einer Öffnung Das Eisenwerk der Gitterbrücke, das von der Firma Gebrüder Decker in Cannstatt ausgefuhrt worden war, hatte ein Gewicht von 270.000 kg Das Eisenwerk der linkseitigen (östlichen) Brücke wurde beim Bau des zweiten Gleises in der Zeit vom September 1887 bis Januar 1888 durch die Filiale Gustavsburg der Maschinenbauaktiengesellschaft Nürnberg erstellt Das Mauerwerk für die Auflager des Eisenwerks war bereits im Jahre 1873 bei Eröffnung der eingleisigen Strecke ausgeführt worden Die Eisenkonstruktion für je eine Öffnung des linkseitigen Gleises wurde gebildet von zwei Fachwerkträgern mit gekreuzten Streben in elf Feldern Die Gurtungen hatten je T-förmigen Querschnitt. Das Gewicht der linkseitigen Fachwerkbrücke betrug 240.000 kg Nach vorausgegangenen Besprechungen der maßgebenden Stellen des Reichsverkehrsministeriums und der Reichsbahndirektion Karlsruhe wurde im August 1922 dem sofortigen Umbau und dreigleisigen Ausbau des Talüberganges zugestimmt Die Anlage eines dritten (Überholungs-) Gleises auf der Brücke war durch die Anforderungen des Verkehrs und die ungenügende Länge des Bahnhofs Hornberg geboten und sollte deshalb gleich beim Umbau der Brücke geschehen, zumal hierdurch der Umbau während des Betriebes wesentlich erleichtert wurde Die Streben der Hauptträger hatten namentlich in den mittleren Feldern an den Knotenpunkten gestreckte Niete, an denen eine Scherwirkung merklich zu sehen war
 
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