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Einzelbildnachweise Heilig Kreuz Offenburg

Alte Offenburger Pfarrkirche, mit einem schlichten Langhaus, welches mit Ausnahme der ovalen im Fassadengiebel nur flachbogige Fenster gliedern Die Treppenvorhallen betritt man durch schlichte Rundbogentüren Direkt aus der Fassade steigt der Turm auf Im Erdgeschoss schmückt ihn ein Portal mit Halbsäulen, verkröpftem Gebälk und einem gebrochenen Rundgiebel im nächsten Stockwerk einfache Rundbogenfenster Das letzte Viereckgeschoß ist mit ionischen Pilastern verziert, über denen verkröpftes Gebälk sitzt Dann folgt ein reicher Achteckabschluss wie bei der Klosterkirche in Gengenbach, mit korinthischen Säulen, langgestreckten ovalen Fenstern und einem dreifachen Zwiebeldach Die Kirche hatte eine lange Bauzeit vom 13. Jahrhundert bis ins Spätmittelalter. Nach dem Brand von 1689, der vom damaligen Bau nicht viel übrigließ, leitete Franz Beer, ein bedeutender Vertreter der am ganzen Oberrhein tätigen Voralberger Bauschule, den Wiederaufbau und gab der Kirche die Gestalt, in der sie noch heute zu bewundern ist Die erste Erwähnung der - damals romanischen - Kirche stammt aus dem Jahr 1223  Im ganzen 14. Jahrhundert baute man am Gotteshaus, und zwar mindestens am Chor  Der Stich von Merian aus dem Jahre 1643 zeigt Langhaus und Chor unter einem hohen Satteldach vereint Der große Stadtbrand ließ von der Pfarrkirche nur Mauern, zum Teil bis unter die Dachfirstlinie, den Chor, das Josefs-Chörlein und die Sakristei stehen Die verarmte Bürgerschaft baute zunächst ab 1696 den noch erhaltenen, aber unüberdachten Chor auf und schloß ihn gegen das Langhaus ab Gegen 1700 war diese Arbeit vollendet. Gleichzeitig begann die Planung für den Wiederaufbau des Langhauses Ölberg: Er soll, nach guter Tradition, zunächst beschrieben werden, und zwar mit den Worten einer längst vorhandenen, doch auch längst verschollenen Beschreibung, die wieder ans Licht zu bringen schon allein deswegen sich lohnt Ölberg:zugleich wegen ihrer sensiblen Versenkung ins Detail, in dem sie freilich bereits den Sinn des Ganzen wahrzunehmen verstand - dabei so manches registrierend, was heute, fast achtzig Jahre später, gar nicht mehr genau zu sehen ist Ölberg: Einzig in seiner Art, was gute Konservierung betrifft, ist der Ölberg im badischen Amtsstädtchen Offenburg an der Kinzig. Ölberg: Er steht in einer Art von gotischer Kapelle, deren bunt bemaltes Netzgewölbe sich in hohem Rundbogen gegen den Haupteingang der Kirche öffnet Ölberg: Im Eckpfeiler rechter Hand ist eine Laterne ausgehöhlt, mit einem Thürchen nach außen und einer Fensterrahmung nach dem Bildwerk zu Ölberg: Die ewige Lampe, die hier wohl brannte, warf des Abends ihren Schein gerade auf die Hauptfigur, den knieenden Heiland Ölberg: Den vorderen Abschluß der in Terrassen ansteigenden Scene - denn an eine solche fühlt man sich lebhaft erinnert - bildet faschinenartiges Flechtwerk Ölberg: es soll die Erde des Vordergrundes halten und ist zugleich eines der Mittel, wodurch die Scenerie als Garten gekennzeichnet wird Ölberg: Allerhand Blumen und Kräuter von Stein sprießen zwischen den Faschinen Im Juni 1700 verpflichteten die Verantwortlichen der Stadt Maurermeister Franz Beer und Leonhard Albrecht aus Begrenz Beer galt damals als einer der tüchtigsten Architekten überhaupt Er leitete auch die Restauration der Kirche und den Neubau des Klosters in Gengenbach Mit viel Geschick benutzte er die stehengebliebenen Reste des Langenhauses, übernahm auch Sockel und Fensterstürze und fügte im Westen der Kirche einen Turm ein, der zu einem Drittel im alten Langenhaus stand Auch bei der Gestaltung des Innenraumes (Eingang durch die vordere Tür an der Pfarrstraße) verband der Baumeister eigene Ideen mit den vorgegebenen Grundrissen und Mauerresten In Erinnerung an die Dreischiffigkeit der mittelalterlichen Kirche errichtete er auf den alten Fundamenten mächtige Pfeiler, die die stark gebogene Tonne des Mittelschiffs tragen Auf die Seitenschiffe legte er im Sinne der Voralberger Bauschule durchgehende Emporen über gedrückte Arkadenbogen, an welche flache Kreuzgradgewölbe grenzen Vor dem stark eingezogenen Chor mit gotischen Mauern und Maßwerkfenstern, die bis zur Decke emporgezogen sind, öffnet sich ein Querschiff das mehr als doppelt so breit ist als die übrigen Joche An die rechte Südseite grenzt die im 15. Jahrhundert angefügte Sakristei, an die linke Nordseite das sogenannte Josefs-Chörlein Der Chor schließt mit drei Seiten eines Achtecks, d.h. es ergibt sich ein dreiseitiger Abschluß mit drei Fenstern: ein im Mittelalter häufig verwendeter symbolischer Hinweis auf die Dreifaltigkeit Der Hochaltar aus dem Jahr 1740 von Franz Lichtenauer gilt als überdurchschnittlich gutes Rokoko-Werk  In lockerem Säulenaufbau, der die Fenster mit einbezieht, steigt in dreifacher Abtreppung die Linienführung zum Hochaltarbild empor Seitlich erscheinen außen die beiden Nebenpatrone der Kirche Altarblatt zeigt die Szene 'Maria übergibt dem Hl. Dominikus den Rosenkranz' rechts der heilige Ritter und Klostergründer Gangolf, der in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts am Hofe Pipins lebte und gegenüber die Figur des Hl. Alper (französisch Ever), um 500 Bischof von Toul Zu den beiden Seiten des Altarbildes stehen links die Hl. Ursula, die Schutzheilige Offenburgs und rechts die Hl. Helena, die nach der Legende um 335 n. Chr. das Kreuz Christi aufgefunden haben soll Es ist unbekannt, ob Lichtenauer nur Schreiner und Altarbauer war oder auch als Bildhauer diese ausgezeichneten spätbarocken Skulpturen geschaffen hat Das 1956 von Josef Geschöll jun. renovierte Hochaltarbild von Joseph Esperlin stellt die Kreuzerhöhung dar Der lockere, hohe Altarabschluss mit Strebebogen, Girlanden und Engeln schließt mit einem Kreuz, das ein Kornreif umgibt Da in der Zeit des Barock der Opfertisch mit dem Tabernakel sehr betont wurde, ist der Altar selbst diesem Wandaufbau vorgestellt Als wertvolles Beiwerk zum Altar sind die schön geformten Rokoko- und Sanktusleuchter (1728) ebenso zu erwähnen wie die Presbyterien, das Chorgestühl von Johann Speckert und die vier Zunftstangen von 1750 Die barocke Ewig-Licht-Ampel stammt aus Innsbruck Franz Lichtenauer schuf auch die beiden Seitenaltäre im Stil des Rokoko Ihre Gestaltung und Stuckmarmorierung lebt aus dem Formengut des bayrischen Spätbarock, speziell der Wessobrunner Schule  Das linke Altarblatt zeigt die Szene 'Maria übergibt dem Hl. Dominikus den Rosenkranz', das rechte die Kreuzigung Christi In der Ecke rechts steht der Taufstein, um 1790-1800 wahrscheinlich von Johann Speckert geschaffen, das Wahrzeichen einer Pfarrkirche Darüber hängt ein ein großes Kreuz, das Speckert wohl mit Unrecht zugeschrieben wird In die Wand ist ein Steinepitaph für Schultheiß Philipp Berger mit der Darstellung des auferstehenden, den Tod bezwingenden Christus in reichen Ornamenten eingelassen Links im gotischen Josefs-Chörlein an der Nordseite hat das Original des hervorragenden Steinkruzifixes von Andreas von Urach das früher vor der Kirche aufgestellt war, seinen Platz gefunden Den Durchgang zum Chor bildet der früher hinter dem Ölberg eingemauerte gotische Steinbogen Die Pieta aus Stein links an der Wand, etwa vom Jahre 1650, stammt aus dem Garten des Kapuzinerklosters Das Josefsfenster hat der Glasmaler Karl Vollmer, Offenburg, im Jahr 1948 geschaffen Auch die Sakristei schmücken alte, leuchtende Glasfenster: eine stimmungsvolle Kreuzigung sowie das Bild 'Heiliger Maternus und Frauen' um 1400 Im Kirchenschatz kann man wertvolle Stücke bewundern eine spätromanische mit Drachen und Adler verzierte Messingkanne das in Weißsilber getriebene und gegossene Vortragskreuz von 1515 das auf der Vorderseite Christus auf naturalistischem Holzstamm mit Evangelistensymbolen und hinten eine schöne Madonna nach Albrecht Dürer zeigt Der Meister dieses berühmten Offenburger Beschauzeichens ist unbekannt  Eine spätgotische Monstranz mit Filialenaufbau auf Renaissancefuß ist ein Geschenk des Straßburger Domkapitels zur Kirchweihe 1791
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