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Einzelbildnachweise Palais Ried - Vinzentiushaus Offenburg

Für seine von seinem Vater 1764 ererbten Güter bei Durbach setzte Joseph von Ried 1766 bei der Badischen Herrschaft durch, daß seine Meier auf den Höfen nicht 'praegraviert' werden sollten, worauf die Einquartierung von Soldaten zurückgezogen wurde Schon in den 1760er Jahren besaß Exzellenz die in der Oberlausitz gelegenen drei Herrschaften Ratibor, Quoos und Bornitz, über deren Erwerb keine Nachrichten vorliegen Vielleicht sind sie ihm für seine militärischen Verdienste im Siebenjährigen Krieg zugeteilt worden oder sie kamen von seiten seiner Gattin Noch kurz vor seinem Tode überließ er diesen entfernt gelegenen Besitz käuflich seinem Bruder, dem Oberstleutnant Louis von Ried Im Jahre 1767 wollte Joseph von Ried das Rieß-Hofgut bei Fessenbach, das dem Kloster Gengenbach gehörte, erwerben, weil die Ritterschaft Ortenau das Losungsrecht darauf hatte Es gelang ihm aber nicht trotz einer Audienz beim Kaiser. Das Kaiserliche Gericht sprach 1770 dem Kloster unter dem Abt Jacobus Trautwein den Besitz zu, den es schon seit 1684 innehatte  In Offenburg hatte sich Joseph von Ried nach dem Siebenjährigen Krieg und seiner Berliner Gesandtschaftszeit 1764/65 in der Nähe der Pfarrkirche ein Palais erbaut, das heutige noch wohlerhaltene Vinzentiushaus in der Kornstraße Das Anwesen erstand aus dem ehemaligen Haus des Oberamtmanns Solaty, das 1764 von Joseph von Ried nebst Küchengarten, Scheuer, Stallung und Weintrotte mit 880 Ohm Fässern erworben wurde Es lag an der alten Stadtmauer beim Bollwerk 'Schwarzer Hund' Auf diesem Haus ruhte die Verpflichtung, 'einen brennenden Leuchter in der Pfarrkirche ewig zu erhalten' width= Ein weiterer Garten neben dem Haus wurde noch dazu um 280 fl. gekauft  Ferner erhielt der Feldmarschall-Leutnant vom Magistrat der Stadt ein Allmendplätzlein gegen gewöhnlichen Allmendzins sowie die Erlaubnis zur Abbrechung der inneren Stadtmauern gegen die untere Mühle zur Erbauung eines neuen Flügels des Gebäudes seitwärts gegen die alte, dabei zu erhöhende Stadtmauer Von dem Nachbarhaus des Domkapitels wurde der vorgebaute Kellerhals, der der Einfahrt zum von Riedschen Haus hinderlich war vom Magistrat hinwegerkannt, da das Domkapitel nie das Recht zu diesem Vorbau hatte Das Palais selbst ist ein dreistöckiger Barockbau mit einem Portal von dorischen Säulen flankiert und mit gebrochenem Rundgiebel  Die Fenster gleichfalls mit gebrochenen Rundgiebeln unter Obelisken und Kugeln Das Palais hat in den letzten Jahrzehnten im Innern manche Umänderung erfahren Noch aber weisen in einigen Zimmern alte Tapetenreste auf die einstige vornehme Einrichtung hin Gut erhalten ist die an der Hofseite liegende Holztreppe in Rocaille Aus einem ehemaligen Saal ist heute die Hauskapelle geworden In dem geräumigen Hof sind mit der Zeit einige Um- und Anbauten entstanden Der Name des Baumeisters ist bis jetzt nicht bekannt Da in den Jahren zuvor am Rathaus umgebaut und das Bezirksamt (Portalbau) vollendet wurde, könnte nach Stil und Gestaltung auf gleiche oder verwandte Urheberschaft geschlossen werden, wenn nicht der Offenburger Matthias Fuchs Auf dem Bollwerk 'Schwarzer Hund' legte Joseph von Ried einen Lustgarten mit Orangerie und Treibhaus an und erhielt dazu vom Magistrat die Erlaubnis vom Löwenbrunnen auf dem Fischmarkt unterirdische Deichel bis zu dem Garten legen zu lassen, um einen Springbrunnen einrichten zu können von Ried verpflichtete sich, das Pflaster der Straße nach dem Legen der Deichel wieder instandsetzen zu lassen
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